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Der Nachfolger von Louis van Gaal als Trainer des FC Bayern München heißt wie der Vorgänger des Niederländers. Jupp Heynckes kehrt ab 1. Juli 2011 zum Rekordmeister zurück und erhält dort einen Zwei-Jahres-Vertrag.

"Ich sehe mich nicht als Entertainer des Fußballs, sondern immer noch als Fußball-Lehrer." (Jupp Heynckes)
"Jupp Heynckes war unser Wunschkandidat. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz-Rummenigge.
Der Einigung war am Donnerstagnachmittag ein Treffen zwischen einer Bayern-Abordnung und dem 65-Jährigen im Wohnsitz Heynckes in der Nähe Mönchengladbachs vorausgegangen. "Ich war bereits zweimal Trainer der Bayern und habe dabei immer das Klima geschätzt, in dem dort gearbeitet wird", meinte der noch bis Saisonende für Bayer Leverkusen tätige Trainer zu seiner dritten "Ehe'" mit seiner "großen Liebe". Das "Ja"-Wort kam schneller als erwartet. Der Coach ist dem Lockruf seines alten Freundes, Bayern-Chef Uli Hoeneß, nochmals erlegen.
"Gute persönlichen Beziehungen zu den Verantwortlichen"
Natürlich sei man als Bayern-Trainer gewissermaßen zum Erfolg verpflichtet. "Ganz abgesehen von den guten persönlichen Beziehungen zu den Verantwortlichen des FC Bayern hat mir immer imponiert, wie professionell dieser Klub geführt wird. Ich sehe eine reizvolle Aufgabe, der ich mich zusammen mit der Mannschaft in den kommenden zwei Spielzeiten gerne stellen möchte", sagte Heynckes, der im Sommer den vorzeitig Abschied nehmenden, manchmal eigenwilligen und in der Saison letztlich ohne Titel gebliebenen Louis van Gaal ablösen wird.
Unter dem Niederländer ist der Double-Gewinner 2010 im DFB-Pokal und Champions League ausgeschieden und nach 27 Runden in der Bundesliga nur auf dem vierten Rang zu finden, aber noch im Rennen um die Qualifikation für die Champions League. Heynckes bringt eine Menge Erfahrung mit - sowohl als Aktiver als auch als Trainer. Als Spieler war er Welt- (1974), Europameister (1972) und mit Borussia Mönchengladbach viermal deutscher Meister (1971, 1975, 1976, 1977), je einmal UEFA-Cup- (1975) und DFB-Cupsieger (1973) sowie zweimal bester Torschütze der Liga (1974, 1975).
Völler: Für alle Beteiligten gut
Als Trainer gewann er mit Real Madrid die Champions League (1998), stand mit seinen "Mönchen" im UEFA-Cup-Finale (1990) und führte die Bayern in seiner ersten Amtszeit von Juli 1987 bis zu seiner Entlassung im Oktober 1991 schon zweimal zum nationalen Titel (1989, 1990). Sein erstes Comeback an der Isar folgte im April 2009 nach dem Rauswurf von Jürgen Klinsmann, als der die Münchner mit vier Siegen und einem Remis noch zum Vizemeistertitel und damit in die Champions League führte. Der 39-fache Internationale war in seiner aktiven Laufbahn auch noch für Hannover 96 tätig, als Trainer, der er seit Juli 1979 ist, machte er außerdem noch Station bei Athletic Bilbao, Eintracht Frankfurt, CD Teneriffa, Benfica Lissabon und FC Schalke.
In der laufenden Bundesliga-Saison sind schon zehn Trainer beurlaubt oder entlassen worden. Der Wechsel von Henyckes war keine Überraschung. Auch für Rudi Völler, den Sportdirektor des Tabellenzweiten Bayer Leverkusen, kam die jüngste Personalia nicht unerwartet. "Das ist legitim. Für alle Beteiligten ist es jetzt gut, dass man in Ruhe weiter arbeiten kann. Jupp Heynckes wird alles dafür tun, dass wir in dieser Saison in die Champions League kommen und am Ende Bayer vor den Bayern liegt", sagte der Ex-Stürmer. Das Liga-Duell Bayern München - Bayer Leverkusen am 17. April in München hat nun noch mehr Brisanz.
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