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"Clasico", die Neunte: Das emotional hochgeschaukelte Duell der spanischen Erzrivalen FC Barcelona und Real Madrid geht in den vergangenen zehn Monaten zum wiederholten Mal über die Bühne. Nach den jüngsten zwei Siegen in Madrids Bernabeu-Stadion in der Meisterschaft (3:1) sowie im Hinspiel des Cup-Viertelfinales (2:1) gelten die Katalanen im Rückspiel der "Copa del Rey" zuhause als Favoriten.
Das in den vergangenen Vergleichen bereits angespannte Nervenkostüm der Beteiligten dürfte auch in Barcelona dünn sein. Reals Pepe sorgte mit seinem nicht geahndeten Tritt auf die Hand von Barça-Superstar Lionel Messi dafür, dass die Fans der Blauroten die Gäste noch weniger willkommen heißen werden, als dies ohnehin der Fall ist.
Reals Startrainer José Mourinho reist mit einem angeschlagen Image nach Barcelona. Die spanischen Gazetten berichten von einem Machtkampf zwischen Mourinho und einigen von Reals spanischen Teamkickern hinter den Kulissen. Diese seien verärgert, dass der Trainer seine Landsleute Cristiano Ronaldo, Pepe, Ricardo Carvalho und Fabio Coentrao favorisiert. Der von der Presse ausgemachte Rädelsführer Sergio Ramos wurde Montag ins Büro von Klub-Boss Florentino Perez zitiert. Er soll aber versichert haben, dass die Spieler geschlossen hinter Mourinho stehen.
Auf von Spaniens Sportpresse geäußerte Mutmaßungen, dass er plane, Real mit Saisonende zu verlassen, reagierte Mourinho wieder angebunden. "Habe ich das gesagt? Fragt eure Kollegen." Die Zeitung "As" hatte zuvor berichtet, dass der ab Donnerstag 49-Jährige gegenüber Vertrauten einen Abgang in Madrid im Sommer angekündigt hat.
Barcelona will sich vom Rumoren bei Titelverteidiger Real nicht irritieren lassen. Für die Katalanen ergibt sich die historische Chance, am Erzrivalen in der ewigen Statistik vorbeizuziehen. Nach 217 Pflichtspielen gegeneinander halten aktuell beide Teams bei je 86 Siegen.
Ihr "Aufwärmprogramm" erledigten Spaniens Fußball-Giganten in eindrucksvoller Manier. Barça siegte in Malaga dank drei Toren von Messi 4:1, Real schlug Athletic Bilbao ebenfalls 4:1, wobei Cristiano Ronaldo doppelt erfolgreich war. Der Brasilianer Kaka empfahl sich in Abwesenheit des angeschlagenen Angel di Maria für weitere Aufgaben und könnte im Camp Nou neben Mesut Özil im Mittelfeld beginnen. Ob das vom spanischen Verband unbestrafte Raubein Pepe auch im Camp Nou die Gemüter erhitzt, ist fraglich. Der Defensivspieler laboriert an einer Muskelverletzung.
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