Der englische Traditionsklub Liverpool kommt nicht aus den Negativschlagzeilen wegen Rassismus-Vorfällen. Nach dem 2:1-Heimerfolg am Samstagnachmittag im Viertrunden-Spiel des FA-Cups gegen Rekordmeister Manchester United wurde ein 59-jähriger Fan aus Wales, der mit einer rassistischen Geste im Stadion aufgefallen war, ausgeforscht und von der lokalen Polizei verhaftet.

Das Match war unter besonderer Beobachtung gestanden, nachdem Uruguays Teamspieler Luis Suarez Mitte Oktober Manchester Uniteds Patrice Evra nach dessen Aussage im Liga-Spiel mehrfach auf Spanisch "negro" genannt hatte. Der Liverpool-Torjäger wurde deshalb für acht Spiele gesperrt. Und auch Fans der Reds waren bereits vor dem Samstagsspiel ausfällig geworden: Im FA-Cup-Spiel gegen Oldham hatten Liverpool-Anhänger mit Suarez-Shirts den dunkelhäutigen Gegenspieler Tom Adeyemi rassistisch beleidigt, so dass dieser anfing zu weinen. Bereits damals war ein 20-jähriger Fan verhaftet worden.

>> FA Cup: Siege für Chelsea und Liverpool

apa