Die ersten beiden Teams, die bei der EURO in Polen und der Ukraine bereits nach zwei Spielen ohne Aufstiegschance sind, sind ausgerechnet zwei Gegner Österreichs in der kommenden WM-Qualifikation. Nach Irland erwischte es am Freitag mit einem 2:3 gegen England auch Schweden. Beide Mannschaften stehen nach zwei Spielen ohne Punkt da.

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Selbst Zlatan Ibrahimović konnte Schweden nicht retten. Die Skandinavier sind wie die Iren nach zwei Spieltagen schon ausgeschieden. Von Österreichs WM-Quali-Gegnern überzeugte bislang nur Deutschland

Während bei den Iren nur die Fans überzeugten, machte Schweden in Gruppe D auch Pech für das Aus verantwortlich. "Ich bin sehr stolz auf die Spieler", versicherte Schwedens Teamchef Erik Hamren. Man habe England im Griff gehabt - auch wenn die phasenweise etwas antik anmutende Taktik der Briten mit langen Bällen auf Stürmer Andy Carroll immer wieder Probleme bereitete. "Ich habe das Gefühl gehabt, dass sie den Rest ihres Lebens kein Tor mehr schießen werden", sagte Hamren über die Situation bei 2:2. Die Ferse von Danny Welbeck belehrte ihn eines Besseren.

Die Kritik, dass Superstar Zlatan Ibrahimović zu viel Einfluss an der Aufstellung genommen habe, wies Hamren zurück. "Ich bin der Trainer und stelle das Team auf", betonte der 54-Jährige. "Aber natürlich rede ich auch mit meinem Kapitän." Ibrahimović war gegen England als hängende Spitze hinter Johan Elmander aufgeboten worden. Im Gegensatz zum 1:2 gegen die Ukraine blieb der Angreifer des AC Milan aber ohne Torerfolg.

Dabei habe Schweden gegen die Engländer sogar besser gespielt. "Wir waren couragierter als im ersten Spiel. Wir haben so gespielt, wie wir wollten", versicherte Ibrahimović. "Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft, das tue ich wirklich." Dass England nach 1:2-Rückstand noch einmal zurückgekommen sei, sei "Pech für uns" gewesen. "Wir waren in beiden Spielen vorne, trotzdem haben wir nach 60 Minuten alles verloren", sagte der 30-Jährige etwas desillusioniert.

Vor ihm lief Elmander vergeblich den Bällen hinterher. Der Stürmer von Galatasaray Istanbul hatte sich erst vor fünf Wochen einen Mittelfußknochenbruch zugezogen - ein Wunder, dass er überhaupt spielte. "Er hat eine unglaubliche mentale Stärke gezeigt", lobte Hamren.

Für die Tore war aber ausgerechnet Innenverteidiger Olof Mellberg zuständig. "Wir sind sehr traurig", sagte der Routinier nach seiner bereits vierten EM. "Wir hätten mehr verdient gehabt. In zwei Spielen fünf Tore zu bekommen, ist eine Enttäuschung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir gar nicht so viele Chancen zugelassen haben."

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apa