Ja, as war doch noch wenigstens zum ende des europäischen Tuniers endlich mal richtig schöner Fußball. Das so sehr kritisierte spanische Team bewies Feind und Freund warum sie wohl derzeit ganz zu recht auf Platz eins der FIFA -Weltrangliste stehen. Der  amtierende Weltmeister von 2010 lies nie richtig Zweifel aufkommen das er bis unter die Haarspitzen motiviert ist das Endspiel für sich zu entscheiden. Italien, mutig offensiv und bewußt das Risiko sich einen der so brandgefährlichen Konter zu fangen suchten sie leider etwas glückloser ihr heil im Angriff. Hätte hier der Fußballgott mal ein wenig mehr Fortune gleichmäßig verteilt gehabt ...(hätte wenn und aber)...  es währ wolmöglich ein Spiel geworden von dem wir noch in Jahren sprächen.
So bleibt letzendlich nur der fahde Nachgeschmack das ein absolut piszipliniertes Team mit nahezu perfektionierten Kurzpasspiel alle anderen damit ausschalten kann. Italien hat uns gezeigt das wenn der Gegner offensiver aufgestellt ist auch das Tempo hier um einiges höher ausfallen kann als wenn sie auf eine Betonmauer treffen.  Auch die langen Ballwechsel sind bei den roten Furien von Planung und Ausführung oftmals wie aus dem Lehrbuch. Planung, Durchführung, Ausführung...PERFEKT.
Italien sah in ersten Halbzeit abgesehen von den 2 großartigen Gegentoren gar nicht so sehr schlecht gegen die haushoch Favorisierten Iberier aus. Einzig das nicht einmal trotz hochgradiger Chancen der Torjubel verwährt blieb, lies das Spiel mit dem Pausentee eigentlich schon entschieden sein.
Die Hoffnung jedoch lebt bis zum Schluß und genauso begannen die Azzurris dann auch den zweiten Part und hätten es mehr als verdient gehabt hier zumindestens den Anschluss zu erschaffen.  Der grade eingewechselte Di Natale hatte es  in Bein und Kopf gehabt das Spiel in der 46. Oder 51. Minute durch 2 Großchancen noch in die andere Richtung zu bringen, vergab aber glücklos knapp.
Als dann keine zehn Minuten später der grade eingewechselte Motta sich an den Oberschenkel greift und vom Platz getragen wurde starb auch der Glaube der Azzurris an einen Umschwung. Auswechselkontingent erschöpfft, 2 Zähler im Rückstand und nun zu zehnt gegen die großartig aufspielenden Spanier.... Da hätte vermutlich nicht mal mehr ein Wunder geholfen.
Mann konnte so das Gefühl erlangen, währe es im Fußball möglich, Italiens Spielführer hätte zum Schiri gehen können und sagen, ok wir geben auf. O:2 und das Spiel ist zu ende.
So versuchte man nun nur noch riesig entäuscht ein Debakel zu verhindern. Aber auch der Gegner schien ein Einsehen zu haben und legte keinn großartigen Wert drauf jetzt den schuldlos in Unterzahl geratenen Konkurenten platt zu machen.
Tor 3 und 4 ergaben sich dann noch kurz vor Ende als die Italiener wohl gedanklich  schon Minuten weiter waren.
Ich für mich habe ein tolles spanisches Team im Finale gesehen und bis zur 61.Minute eine zwar im Rückstand liegende aber nicht geschlagene Truppe aufopferungsvoll kämpfender Italiener die da noch an sich glaubten.

Wer jetzt von chancenlosen Italienern spricht und es darstellt als währe es ein selbstläufer gewesen dem empfehle ich sich das Spiel mal anzusehen. Zumindestens die erste Stunde bis zur Dezimierung.
Selten lagen für Italiener die Wörter Dezimierung und decimare wohl so dicht beieinander wie diesen abend. Ob nun zehn oder elf  Sinnbildlich zumindestens.....  Schade Italien.