Österreichs Meister RB Salzburg winkt bei einem Einzug in der Gruppenphase der Champions League ein wahrer Millionenregen. Die UEFA schüttete in der vergangenen Saison an die 32 teilnehmenden Vereine insgesamt 754,1 Millionen Euro aus, wobei sich Sieger Chelsea über die Rekordsumme von 59,9 Millionen Euro freuen durfte. Alleine bei der Qualifikation für Europas Königsklasse wurden in der Spielzeit 2011/12 pro Klub 7,2 Millionen Euro überwiesen.

picDie Champions League war für RB Salzburg bislang unerreichbar - klappt es dieses Mal?

Diese Summe setzt sich aus 3,9 Millionen Euro Startprämie und 3,3 Millionen Euro Teilnahmeprämie (550.000 Euro pro Partie) zusammen, die unabhängig vom sportlichen Erfolg garantiert sind. Dazu kommen dann noch Leistungsprämie (in der Gruppenphase brachte jeder Sieg 800.000 Euro und jedes Remis 400.000 Euro ein) und der Anteil am sogenannten Marktpool.

BATE Borisov etwa wurde vor einem Jahr nach dem Aufstieg in der Playoff-Runde gegen Sturm Graz in der Champions League mit insgesamt 8,28 Millionen Euro belohnt. Die Steirer hingegen kamen in der Europa League nur auf den vergleichsweise schwachen Trostpreis von 1,18 Millionen Euro. Dazu kam noch die Solidaritätszahlung von 870.000 Euro für den Bundesliga-Meister des Vorjahres.

Alleine schon die Gegenüberstellung der Prämien in den beiden UEFA-Vereinsbewerben zeigt den Klassenunterschied zwischen Arm (Europa League) und Reich (Champions League). Während es in der Europa League für das Erreichen der Gruppenphase eine runde Million (640.000 Euro Startprämie und 360.000 Teilnahmeprämie) gab, kassierte der erlauchte Kreis in der Champions League wie bereits oben erwähnt 7,2 Millionen Euro ab.

Dazu gab es in der Europa League nur das Körberlgeld von 140.000 Euro pro Sieg und 70.000 Euro pro Unentschieden. Salzburg durfte für das Erreichen der K.-o.-Phase zusätzlich 200.000 Euro einstreichen und kam damit insgesamt auf 1,74 Millionen Euro. Austria Wien verdiente 1,46 Millionen Euro und für Sturm blieben eben 1,18 Millionen Euro. Für die SV Ried gab es nach dem Scheitern in der Playoff-Runde eine Solidaritätszahlung von 180.000 Euro.

Zwar ist die UEFA bemüht das Preisgeld in der Europa League an die Prämien der Champions League ein wenig anzupassen, doch es wird äußerst schwierig diese große Kluft auch nur annähernd zu schließen. Der Erfolg in der Europa League wurde Atletico Madrid mit 10,5 Millionen Euro versüßt, womit es aber fast 50 Millionen Euro weniger als in der Champions League für Chelsea nach dem Final-Triumph in München gegen den FC Bayern gab.

Mit 150,4 Millionen Euro gab es in der Europa League zudem nur einen Bruchteil der 754,1 Millionen Euro in der Champions League zu verdienen. Für Salzburg wäre ein Erreichen der Champions League-Gruppenphase  abgesehen vom sportlichen Prestige also vor allem wirtschaftlich ein echter Jackpot.

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Christian Tragschitz