Die schweren Beschimpfungen gegen seine Person am Sonntag in der deutschen Fußball-Bundesliga drücken Emanuel Pogatetz noch immer aufs Gemüt. Der ÖFB-Teamverteidiger wurde bei der 0:4-Heimniederlage seines Klubs VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 von den Gästefans mit Schmährufen aus der untersten Schublade bedacht, weil er im Sommer von den Hannoveranern zu Wolfsburg gewechselt war.

"Es ist schade, dass so etwas passiert ist. Mit so etwas hätte ich nicht gerechnet", sagte der Steirer. Pogatetz hatte zwei Jahre erfolgreich für Hannover gespielt und ging schließlich zu Wolfsburg, was seinem nunmehrigen Ex-Verein eine kolportierte Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro einbrachte.

Doch nicht nur aus diesem Grund hat Pogatetz für den Unmut der 96-Fans kein Verständnis. "Ich habe für Hannover zwei Jahre lang mein Herzblut gegeben. Dass ich dann so behandelt werde, finde ich nicht in Ordnung", artikulierte er seine Enttäuschung.

Trost spendete dem 29-Jährigen der Hannover-Präsident Martin Kind, der scharf auf die Schmähungen reagierte und sich offiziell bei Pogatetz entschuldigte. "Herr Kind ist ein großartiger Präsident, er hat wirklich große Klasse", meinte der Abwehrspieler.

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apa