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Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hat ihren ersten Test im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land gegen die USA verloren. Das Duell der Giganten wurde bereits in der 34. Spielminute durch US-Girl Abby Wambach entschieden.

Bis zur WM in Deutschland ist es zwar noch ein langer Weg, dennoch begann mit dieser Partie gegen den amtierenden Olympiasieger die Vorbereitung. "Das ist der erste Test mit Blick auf die Weltmeisterschaft", sagte Trainerin Silvia Neid vor der Begegnung. "Da wir bis zur WM keine Pflichtspiele absolvieren werden, weil wir als Gastgeber nicht in die Qualifikation gehen müssen, werden wir in Zukunft hoffentlich gegen viele Mannschaft von dieser Qualität spielen können."
"Zwei Weltmächte treffen aufeinander"
Doch viele Test mit dieser Qualität werden kaum realisierbar sein, zu immens ist die Dominanz der drei großen Nationen – Brasilien, USA, Deutschland - im Frauenfußball. Dass die heutige Partie schon aufgrund des Prestiges kein Selbstläufer wurde, wusste Simone Laudehr bereits im Vorfeld: "Zwei Weltmächte des Frauenfußballs treffen aufeinander. Das wird ein knallharter Kampf", sagte die Mittelfeldspielerin. "Das wird auf jeden Fall ein schweres Stück Arbeit für uns."
Sie sollte Recht behalten. Vor 28.367 Zuschauern in der ausverkauften impuls-Arena in Augsburg setzte die DFB-Elf die ersten Akzente. Die größte Chance zur Führung vergab dabei Birgit Prinz, die nach einem tollen Solo-Lauf von Fatmire Bajramaj deren Hereingabe in den Fünfmeterraum nicht verwerten konnte.
Fauxpas von Angerer entscheidet Partie
Nach gut einer halben Stunde nutzen die US-Amerikanerinnen dann ihre erste Chance zum Tor des Abends nach einer Fehlerkette in der deutschen Hintermannschaft. Beim entscheidenden Kopfballduell zog Saskia Bartusiak gegen Wambach den Kürzeren. Das Leder fand letztlich den Weg über Torfrau Angerer hinweg in die Maschen, die überhastet ihr Gehäuse verlassen hatte.
Mit diesem Resultat gegen ihren Angstgegner (17 Niederlagen, 4 Remis, 5 Siege) wurde die DFB-Elf 48 Tage nach dem Gewinn des Europameistertitels in Helsinki zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Es wartet noch viel Arbeit auf das Team von Trainerin Neid, aber letztlich war es nur ein Test.
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Nico Schrimpf
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