Dramatischer geht es nicht mehr: Deportivo Quito hat sich in einem wahren Thriller durch einen Last-Minute-Sieg gegen Deportivo Cuenca die ecuadorianische Meisterschaft gesichert. Nach dem 1:1 im Hinspiel siegten die "Chullas" hauchdünn mit 3:2.

picFünf Tore, zwei Platzverweise: es war ein Wechselbad der Gefühle im Estadio Olímpico Atahualpa, bis der vierte Meistertitel der Geschichte für Deportivo Quito feststand.

70 Minuten Magerkost

Dabei hatte es lange nach einem Langweiler ausgesehen. Bis eine halbe Stunde vor Schluss beschränkte sich Quito darauf, das knappe 1:1 aus dem Hinspiel über die Runden zu bringen. Dann aber folgte der vermeintliche Genickschlag für Cuenca: Daniel Mina und Michael Arroyo trafen binnen drei Minuten zur beruhigenden 2:0-Führung (70./73.).

Beim zweiten Tor spielten beide Teams allerdings bereits zehn gegen zehn, nachdem Ivan Borguello und Holger Matamoros in der 73. Minute des Feldes verwiesen worden waren.

Hochdramatische Schlussphase

Als die Feierei im weiten Rund bereits begonnen hatte, blieb den Fans der "Chullas" der Jubel im Hals stecken. Denn Cuenca hatte die passende Antwort und kam eindrucksvoll zurück. Nach Edison Preciados Anschlusstreffer (80.) sorgte Ismael Villalba (84.) für Totenstille im Atahualpa, sechs Minuten vor Schluss war plötzlich der Gast dem Titel ganz nah.

Doch der Fußballgott hielt noch eine weitere dramatische Wendung für dieses verrückte Spiel parat. Kurz vor Schluss zirkelte Arroyo einen Freistoß in den Strafraum (88.). Kein Freund, kein Feind erreichte den Ball - der Rest war tosender Jubel.

>> Alle Infos zur Campeonato 2009 Clausura
>> Die Finalspiele in Ecuador im Überblick

Joachim Rothbauer