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In der Schweizer Super League ist der Kampf um den Meistertitel endgültig entbrannt. Mittendrin steht der viel umjubelte ivorische Ausnahmestürmer Seydou Doumbia von den Berner Young Boys, welcher nach Saisonende zum russischen Spitzenklub ZSKA Moskau wechseln wird. Im weltfussball-Interview spricht der ivorische Nationalspieler über das Saisonfinale in der Schweiz, sein Wechsel nach Russland und über die Fussball-Weltmeisterschaft 2010.

Seydou Doumbia war im November 2009 sieben Minuten im Länderspieleinsatz gegen Deutschland. Das reichte dem Stürmer für einen Treffer gegen das DFB-Team
Mit 27 Saisontreffern führt Doumbia die Torjägerliste der Super League überlegen an. Für nächste Saison hat der junge Stürmer aus der Elfenbeinküste schon beim russischen Topklub ZSKA Moskau unterschrieben. Doch zuvor will Doumbia mit den Young Boys den Meistertitel feiern. Auch wenn Bern derzeit etwas schwächelt, glaubt Doumbia, dass die Titelentscheidung erst am letzten Spieltag im direkten Duell gegen den FC Basel fallen wird.
Ein weiteres Thema im Gespräch mit weltfussball war natürlich die Weltmeisterschaft in Süd Afrika. Dort hofft Doumbia für die Elfenbeinküste dabei zu sein. Sein großer Favorit auf den Weltmeistertitel ist die portugiesische Nationalmannschaft.
Seydou Doumbia, Sie bezeichnen Schlafen als Ihr liebstes Hobby. Wie angenehm schläft es sich momentan als Spieler der BSC Young Boys, da Basel in der letzten Zeit immer stärker wurde?
Seydou Doumbia: Ich finde es immer noch sehr wichtig, mich nach den Spielen zu erholen. Zudem habe ich nicht den Eindruck, dass Basel unschlagbar ist. Man wird aber sicher in den nächsten Spielen sehen können, wer die stärkere Mannschaft ist.
Welche Probleme haben die Young Boys in dieser entscheidenden Phase der Saison?
Das ist nicht sehr einfach zu erklären. Es gehört einfach auch zum Fussball dazu, dass man Spiele verliert. In einer Saison gibt es immer gewisse Überraschungen. Ich hoffe jedoch, dass wir die letzten fünf Partien gewinnen können, sodass wir für unsere harte Arbeit belohnt werden.
Wer wird schlussendlich am 16. Mai den Meistertitel bejubeln können?
Schwierige Frage, es wird erst dann abgerechnet. Alles was vorher passiert ist, hat keine Bedeutung mehr. Beide Mannschaften werden hart am Erfolg arbeiten müssen. Sowieso wird die Entscheidung wohl erst im direkten Duell am letzten Spieltag fallen.
Kommen wir zu Ihrer Zukunft, Sie wechseln im kommenden Sommer in die Russische Premier Liga zu ZSKA Moskau. Was erhoffen Sie sich von diesem Wechsel?
In erster Linie eine neue sportliche Herausforderung. Die Russische Premier Liga ist natürlich anders als die Schweizer Super League Es wird für mich eine spannende Erfahrung werden.
Dann lernen Sie momentan fleissig Russisch als Vorbereitung für die Zukunft?
(lacht) Nein, nein. Momentan ist der Titelgewinn mit den Young Boys wichtiger, als das Erlernen der russischen Sprache.
Viele Kritiker meinten nach Bekanntgabe Ihres Wechsels, dass Sie nur zu ZSKA Moskau wechseln wollten, weil Ihnen das als Sprungbrett zu Ihrem Lieblingsverein Chelsea London dienen soll?
Es ist nicht aus diesem Grund. Für mich ist der Wechsel nach Russland eine neue Chance, wo ich mich zuerst einmal in Form von guten sportlichen Leistungen beweisen muss. Alles andere wie die Premier League ist noch Zukunftsmusik.
Die Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika steht vor der Tür. Wie sehen Sie Ihre Chance neben Didier Drogba im Trikot der Elfenbeinküste auflaufen zu können?
Ich denke ich habe grosse Chancen im Team der Elfenbeinküste zu stehen. Mir waren in der letzten Zeit wiederum gute Spiele gelungen und nicht zuletzt habe ich bereits einen Treffer in der Nationalmannschaft gegen Deutschland verbuchen können. Tore sind natürlich immer das wichtigste für einen Angreifer. Dennoch wäre es für mich nicht der Weltuntergang, falls ich nicht nominiert werden würde. Ich werde weiterhin hart an meinen Fähigkeiten arbeiten und dann sehen wir weiter.
Und wer ist Ihr persönlicher Favorit für den Titelgewinn in Südafrika?
Oh, das gibt so viele Überraschungen im heutigen Fussball. Es stehen zwar unglaublich viele gute Mannschaften bereit, um den Titel zu holen, jedoch traue ich der portugiesischen Mannschaft den Titel zu. Portugal ist für mich der Favorit!
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Oliver von Allmen |