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Am Mittwoch kann der frischgebackene englische Meister Chelsea FC mit dem Gewinn des FA-Cups (Finalgegner in Wembley ist Portsmouth) das "Double" einfahren. Kapitän Frank Lampard möchte aber vor allem den Meisterpokal lange nicht mehr hergeben.

Yes, we can!
"Es waren drei harte Jahre, stets mit ansehen zu müssen, wie immer wieder Manchester United die Trophäe stemmt. Wir haben sie nun zurück und müssen jetzt das tun, was Manchester United getan hat, nämlich sie lange nicht mehr hergeben", sagte Chelseas Kapitän Frank Lampard nach dem vierten Titelgewinn der Blues nach 1955, 2005 und 2006. Der 8:0-Kantersieg gegen Wigan war die Draufgabe auf eine nahezu perfekte Meisterschaftssaison, denn Chelsea hat als erstes Team überhaupt über hundert Ligatore (103) erzielt. Dreistellig war in Englands höchster Liga zuletzt Tottenham gewesen, als die Spurs 1962/63 in der "Divison One" 111 Tore erzielten – und Vizemeister(!) hinter Everton wurden.
Chelsea hat aber nicht nur das Rennen in der Tabelle gegen Manchester United für sich entschieden, sondern stellt mit Didier Drogba auch den Schützenkönig. Während er mit einem Triplepack gegen Wigan seine Marke noch auf 29 Tore geschraubt hat, blieb Wayne Rooney beim 4:0-Sieg von Manchester United gegen Stoke City auf seinen 26 Toren stehen, musste noch dazu knapp vor Schluss wegen Leistenproblemen vom Feld. Dafür war er von den Journalisten und den Profikollegen zum "Spieler des Jahres" gewählt worden.
Ein paar Seitenhiebe
Samstag kann Chelsea – das in allen Bewerben zusammen auf 140 Saisontore kommt – mit einem Erfolg über Portsmouth im FA-Cupfinale noch das "Double" holen. Für Liverpools Manager Rafael Benitez steht freilich schon jetzt fest: "Chelsea hat das beste Team und den besten Manager." Das war wohl auch ein kleiner Seitenhieb in Richtung Manchester United, das (wie Liverpool) weiterhin bei 19 Meistertiteln hält.
Für Manchester-United-Manager Alex Ferguson hingegen ist Fulhams Roy Hodgson der "Manager des Jahres", weil es jener mit den Cottagers ins Finale der Europa League (Mittwoch gegen Atletico) geschafft hat und das für Fergie "eine der besten Leistungen in der britischen Klubgeschichte ist." Nicht zu verachten ist letztlich auch der vierte Platz von Tottenham, das sich im Kampf um das letzte Champions-League-Ticket gegenüber Manchester City durchgesetzt hat. Unter den Top Vier waren die "Spurs" zuletzt 1990/91, als sie unter Manager Terry Venables mit Stürmer Gary Lineker und Mittelfeld-Ass Paul Gascoigne Dritter wurden.
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