|
Arminia Bielefeld steht offenbar unmittelbar vor der Rettung. Der von der Insolvenz bedrohte Zweitligist hat Zeitungsberichten zufolge Geldgeber gefunden, um die notwendigen über 10 Millionen Euro für die Erteilung der Lizenz aufzubringen.

Noch am vergangenen Freitag fehlten der Arminia knapp drei Millionen Euro zur Schließung der 10,2 Millionen Euro großen Finanzlücke. Diese Summe, sämtliche erforderliche Unterlagen und ein nachhaltiges Finanzkonzept müssen die Ostwestfalen bis zum Mittwoch (15.30 Uhr) der Deutschen Fußball Liga (DFL) präsentieren, um die Lizenzerteilung für die kommende Zweitligasaison sicherzustellen. Andernfalls droht dem ehemaligen Bundesligisten der Zwangsabstieg und die Insolvenz.
Nachdem die hochverschuldete Stadt Bielefeld zuvor nur einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro in Aussicht gestellt hatte, haben nach Berichten der der "Neuen Westfälischen" nun verschiedene Unternehmer aus Ostwestfalen ihre Zusage gegeben, die gesamte Summe bereitzustellen. Der Vorstandsvorsitzende der beteiligten Gerry Weber AG, Gerhard Weber, zeigte sich gegenüber der Zeitung optimistisch: "Es ist davon auszugehen, dass am Stichtag der Sanierungsplan steht". Mit einer Entscheidung der DFL wird bereits am kommenden Freitag gerechnet.
Mit dem großen finanziellen Engagement wird in Zukunft eine verstärkte Einflussnahme der beteiligten Wirtschaftsunternehmen auf die Geschicke der Arminia erwartet. Auch um diese zu erleichtern, hatte eine außerordentliche Mitgliederversammlung bereits Anfang Mai eine Satzungsänderung beschlossen, die vorsieht, dass nicht mehr direkt die Mitglieder, sondern ein Verwaltungsrat in Zukunft den Vorstand von Arminia Bielefeld wählt.
>> Artikel: Vorsichtiger Optimismus bei Arminia Bielefeld
Lars Plantholt
|