Die italienische Fußball-Legende Giuseppe Meazza wäre am Montag hundert Jahre alt geworden – Ein Grund für einen Rückblick. Der am 23. August 1910 in Mailand geborene Mittelstürmer, u.a. mit Italien zwei Mal Weltmeister (1934, 1938) verstarb jedoch schon am 21. August 1979 in Rapallo – dem größten Badeort an der Riviera di Levante, der Provinz Genua - im Alter von 68 Jahren.

picAls in Mailand im Jahr 1981 das San Siro-Stadion (82.955 Plätze) neu gebaut wurde, taufte man es in "Giuseppe-Meazza-Stadion" um, da es ihm als einer der wenigen Spieler gelang, bei beiden Mailänder Stadtklubs (AC und Internationale FC) zu spielen und trotzdem seinen guten Ruf zu bewahren. Und so wurde einem der besten Stürmer Italiens auch ein Denkmal gesetzt.

Seine sportliche Laufbahn begann Meazza 1927 als 17-Jähriger bei Inter Mailand. Bereits drei Jahre später, am 9. Februar 1930, wurde der Mittelstürmer erstmals in die Nationalmannschaft berufen und gab sein Debüt beim 4:2-Sieg gegen die Schweiz, dabei gelangen ihm 2 Tore. Es war der Startschuss für eine herausragende Teamkarriere. 1934 führte er als hängender Stürmer die Italiener zum ersten Weltmeistertitel. Trotz der bedenklichen Umstände dieses Turniers (Weltmeister Uruguay blieb beleidigt zuhause, zudem versuchte Diktator Benito Mussolini, die Schiedsrichter zu bestechen - mit Erfolg) war es eine beachtliche Leistung des damals erst 24-Jährigen. Er war die Identifikationsfigur Italiens, wohl auch weil die anderen Leistungsträger der WM-Mannschaft eingebürgerte Argentinier waren.

1938 verteidigte er mit Italien den WM-Titel in Frankreich und gewann zudem seine zweite italienische Meisterschaft, nach 1930 mit Inter Mailand. 1939 durfte er dann auch zum ersten Mal den Coppa Italia-Pokal in die Höhe stemmen. Unglücklicherweise hatte er kurz darauf einen Unfall, welcher ihn für längere Zeit außer Gefecht setzte. Danach fand er nie mehr zu alter Form. Er wechselte im Jänner 1940 zum AC Milan, spielte dort bis Juni 1942, danach schnürte er für je eine Saison seine Fußballschuhe für Juventus Turin, den A.S. Varese 1910 und Atlanta Bergamo.

Ab Juni 1946 trainierte er seine große Liebe Inter Mailand, wobei er gelegentlich auch wieder auf dem Feld auftauchte bis März 1948. Von Dezember 1955 bis Juni 1956 und von März 1957 bis Juni 1957 stand er auch wieder an der Seitenlinie. In dieser Zeit gelang es ihm mit den Nerazzurri in 82 Spielen 37 Mal zu gewinnen, 15 Mal zu remisieren und 30 Mal stand er als Verlierer am Spielfeldrand. Mit 247 Serie A-Toren in 365 Serie A-Spielen ist er bis dato der Rekordtorschütze des FC Internationale Mailand.

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