Raus aus dem Rampenlicht: Viele altbekannte Gesichter verdienen ihr Geld mittlerweile unbeobachtet von der deutschen Presse in kleineren Ligen. Heute geht es um zwei frühere Bundesligastürmer und einen Ex-Erstligatrainer, der nun auf Jobsuche ist.    

picHäufiges Bild: Marko Pantelić (re.) bejubelt einen seiner Treffer


12 Vereine in 13 Jahren – Marko Pantelić ist in seiner Karriere bisher weit herumgekommen. Nach Stationen in Serbien, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Österreich, Deutschland und den Niederlanden ist der serbische Stürmer vor dieser Saison in das Land zurückgekehrt, in dem er seine Profilaufbahn startete: Griechenland. Doch kam er 1996 noch als rohes Talent zu Iraklis Saloniki, verpflichtete Olympiakos Piräus vor dieser Saison einen kompletten Stürmer, der bei seinen vergangenen Stationen jeweils beeindruckende Torquoten vorzuweisen hatte.

2005 wechselte Pantelić vom FK Smederevo, wo er in nahezu jeden zweiten Spiel traf, zu Hertha BSC in die Bundesliga. Es folgten vier turbulente Spielzeiten mit diversen Skandalen des Angreifers abseits des Platzes – doch schoss er auch 45 Tore in 114 Bundesligaspielen. Wie wichtig Pantelić für die Hauptstädter wirklich war, merkte die Hertha erst nach dem mehr oder weniger freiwilligen Abschied des divenhaften Stürmers im Sommer 2009. Ohne die Tore der Serben stieg Berlin in der Folgesaison sang- und klanglos in die zweite Liga ab.

Pantelić setzte seine Reise fort und unterschrieb bei Ajax Amsterdam. In der Eredivisie erzielte er in der letzten Saison 16 Tore in 25 Ligaspielen und wurde fünftbester Torjäger in den Niederlanden. Nach nur einer Spielzeit zog des den serbischen Nationalspieler dennoch weiter, diesmal also zurück nach Griechenland. Bei  Olympiakos macht Pantelić in dieser Spielzeit da weiter, wo er bei Ajax aufgehört hat: Am Wochenende traf der gebürtige Belgrader beim 4:2-Sieg seines Klubs gegen Panserraikos zwei Mal und schraubte so sein Tor-Konto auf sieben Saisontreffer. Zunächst erzielte er in der 52. Minute mit einer überragenden Einzelleistung die Führung für Piräus. Fünf Minuten vor Spielende traf Pantelić dann zum umjubelten 3:2, dem der Spanier Albert Riera kurz danach noch das 4:2 folgen ließ.
                               
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Colautti ist in der Heimat wieder treffsicher

Die Zeit von Roberto Colautti bei Borussia Mönchengladbach war aus rein statistischer Sicht nicht wirklich erfolgreich, erzielte der israelisch-argentinische Stürmer doch in drei Spielzeiten bei der Borussia nur ganze sechs Tore. Doch eins davon war besonders wichtig: Am 31. Spieltag der Saison 2008/2009 schoss Colautti in der 90. Minute das entscheidende Tor zum 1:0 gegen Schalke 04 und hauchte so der fast schon abgestiegenen Borussia neues Leben ein. Am Ende rettete sich der Verein vor dem Abstieg und die Gladbach-Fans sind dem Stürmer dafür heute noch dankbar.

Im letzten Sommer kehrte der israelische Nationalspieler Deutschland den Rücken und wechselte in seine Heimat zurück zu Maccabi Tel Aviv. Dort klappt es auch wieder mit dem Toreschießen: Am Wochenende traf Colautti beim 3:1-Sieg seines Vereins gegen Hapoel Bnei Sachnin zwei Mal und steht nun bei fünf Saisontreffern.

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Schäfer braucht einen neuen Job

Winfried Schäfer ist nicht mehr Trainer vom FK Baku. Der ehemalige Bundesligatrainer (Karlsruher SC und  VfB Stuttgart) hatte den Posten erst im Juni letzten Jahres angetreten. "Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt", sagte Schäfer der dpa. Hauptgrund der Demission ist wohl vor allem das Ausscheiden Bakus in der Qualifikation für die Europa League: Der Hauptstadtklub hatte in der Partie gegen FK Budućnost Podgorica  aus Montenegro mit dem ehemaligen Bochumer Joel Epallé einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt, weswegen das Hinspiel mit 0:3 gegen Baku gewertet wurde. Laut Schäfer war der Fauxpas "ein Fehler der Administration".

Der 2:1-Sieg im Rückspiel war dann zu wenig für den Einzug in die Hauptrunde. Nach dem Ausscheiden sei es „schwer gewesen, die Spieler noch zu motivieren.“ Zudem belegte der Verein in der heimischen Liga zuletzt nur den siebten Rang, zu  wenig für die ambitionierte Vereinsführung. Diese Umstände führten schließlich zur Vertragsauflösung des gebürtigen Pfälzers, der noch einen Vertrag bis zum nächsten Sommer besaß. Neuer Trainer bei Baku wird der Lette Aleksandrs Starkovs. Schäfer hingegen wird nun erst einmal ins heimische Ettlingen zurückkehren und auf neue Angebote warten.

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Julian Bischoff