27.05.2015 13:01 Uhr

Zwanziger: "Das ist ein großer Sumpf"

Zwanziger kritisiert FIFA:
Zwanziger kritisiert FIFA: "Das ist ein großer Sumpf"

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger (69) sieht die Ursachen für den FIFA-Skandal mit der Festnahme von sieben hochrangigen Funktionären im Aufbau des Weltverbandes.

"Das ist ein großer Sumpf", sagte der bis Freitag im FIFA-Exekutivkomitee sitzende Zwanziger der "Rheinischen Post": "Das Problem ist nicht damit erledigt, dass man Sepp Blatter als Präsident verhindert. Der Fehler liegt im System der FIFA. Es können sich zu viele bedienen."

Dennoch sei er aber "froh, dass endlich etwas passiert", betonte der Jurist aus Altendiez weiter. Im Fall der umstrittenen Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar fordert Zwanziger weitreichende Ermittlungen: "Auch diesbezüglich muss es intensive Untersuchungen geben. Es darf nichts unter den Teppich gekehrt werden."

Auf dem FIFA-Kongress am Donnerstag und Freitag in Zürich scheidet Zwanziger endgültig aus dem Exekutivkomitee des Weltverbandes aus und wird durch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in der Regierung des Weltfußballs ersetzt.

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sid