25.10.2016 22:39 Uhr

Souverän: Hertha steht im Achtelfinale

Hertha BSC erreicht gegen St. Pauli die nächste Runde
Hertha BSC erreicht gegen St. Pauli die nächste Runde

Der Traum vom Finale im eigenen Stadion geht weiter: Ohne Probleme haben die Berliner beim FC St. Pauli die Runde der letzten Sechzehn erreicht. Abgebrüht und effektiv siegte die Elf von Pál Dárdai mit 2:0 und setzte damit ihre Erfolgsgeschichte auch im DFB-Pokal fort.

Mitchell Weiser brachte die Hertha mit einem trockenen Linksschuss in Führung (42.) und versetzte den immer aufmüpfiger werdenden Hanseaten kurz vor dem Halbzeitpfiff einen herben Dämpfer. Nach dem Wechsel traf Valentin Stocker nach exakter Flanke von Weiser zum 2:0 (54.). Es war vor allem die höhere Effizienz, die den Unterschied zugunsten der Gäste ausmachte.

St. Paulis Trainer-Routinier Ewald Lienen hatte mit einer Wutrede im Vorfeld der Partie für Aufsehen gesorgt und von seinem Team gefordert, endlich füreinander einzustehen und zu "kämpfen, bis der Arzt kommt". Die Hanseaten warfen sich von Beginn an mit großer Vehemenz in die Zweikämpfe.

Herthas Erfolgscoach Dardai hatte einen leidenschaftlichen Gegner erwartet, aber mit dem Selbstvertrauen der jüngsten Erfolgsserie ganz klar ein Weiterkommen seines Teams eingefordert. "Wir wollen wieder ins Finale", hatte der Ungar vor der Reise nach Hamburg gesagt.

Hertha ließ es aber zunächst ziemlich gemächlich angehen und wartete auf Fehler der nervösen Gastgeber im Aufbauspiel. Die erste Gelegenheit nach schnellem Umschaltspiel bot sich Stocker, dessen Versuch per Hacke aus fünf Metern Keeper Robin Himmelmann allerdings entschärfte (13.).

Hertha macht den Sack früh zu

Sobald die Berliner das Tempo anzogen, wackelte die Defensive der Kiezkicker um den Debütanten Brian Koglin, der den verletzten Lasse Sobiech ersetzte. Doch das Spiel des Bundesligisten war zeitweise zu statisch.

Lienen, der wild gestikulierend auf seine Mannschaft einwirkte, notierte die erste Chance des zweiten Durchgangs für sein Team. Ein Kopfball von Marc Hornschuh segelte knapp am Hertha-Tor vorbei (49.). Im Gegenzug zeigte dann Salomon Kalou seine Klasse, doch Himmelmann lenkte den Schuss des Ivorers noch an den Pfosten (50.).

Nach dem zweiten Treffer hatten die Berliner das Geschehen endgültig im Griff und konnten mit Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel bei 1899 Hoffenheim am Sonntag mit den Kräften haushalten.