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Bundesliga .:. News
| 10.08.2009 - 12:34 Uhr |
| Zwischen Himmel und Hölle - Koller auf dünnem Eis |
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Düsseldorf (dpa) - Eine Partie zwischen Himmel und Hölle, Höhen und Tiefen für die Trainer und ein Start ganz nach dem Geschmack der Fans. «Das war ein Wellenbad der Gefühle. Der Puls hat Tango getanzt», meinte Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach. Statt der Tabellenführung nach dem ersten Spieltag musste sich seine Mannschaft nach einer 3:0-Führung beim VfL Bochum am Ende noch mit einem 3:3 begnügen. Während die Gladbacher noch froh sein konnten, wenigstens einen Punkt gewonnen zu haben, fühlten sich die Bochumer wie die moralischen Sieger. »Es war ein mitreißendes Fußballspiel, aber so wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, darf man sich nicht präsentieren», befand Vorstandsmitglied Thomas Ernst. Damit sprach der frühere Profi auch gleich das große Problem der Revier-Elf an. Trainer Marcel Koller bewegt sich auch im fünften Jahr seiner Tätigkeit beim VfL auf sehr dünnem Eis. Die Zuschauer skandierten schon zur Pause: «Wir haben die Schnauze voll». Weitere Pfiffe und Unmutsäußerungen sollten folgen. Der Schweizer Trainer ist trotz seines Erfolgs längst nicht bei allen Fans beliebt. Sollten die Bochumer in den nächsten Spielen eine annähernd schlechte Leistung zeigen wie in den ersten 45 Minuten gegen Gladbach, wird es für Koller schwierig im Revier. Bedanken konnte sich der Trainer bei seinem Mittelfeldspieler Mimoun Azaouagh, der mit seinen beiden Treffern binnen 48 Sekunden den 0:3-Rückstand durch Juan Arango, Roberto Colautti und Roel Brouwers in ein 2:3 verwandelte, ehe Stanislav Sestak den Ausgleichstreffer markierte. Da war auch Borussen-Trainer Michael Frontzeck baff. «So etwas habe ich in meiner Laufbahn selten erlebt», sagte der Coach nach seinem Debüt auf der Mönchengladbacher Trainerbank. Auch Bochums Profi Daniel Imhof konnte die Kuriosität des Spiels kaum fassen. «Fußball ist verrückt. Es braucht nicht viel und alles ist umgedreht.» Immerhin offenbarten die Gäste zumindest eine Halbzeit lang ungeahnte Offensivstärken. Nach dem Abgang der beiden Kreativspieler Marko Marin und Alexander Baumjohann wirbelten die neuen Südamerikaner Juan Arango und Raul Bobadilla die gegnerische Abwehrreihe ein ums andere Mal kräftig durcheinander und waren an allen gefährlichen Aktionen beteiligt. «In Arango haben wir einen ausgezeichneten Fußballer in unseren Reihen und Bobadilla hat gezeigt, was er für Fähigkeiten hat», befand Frontzeck, der mit seinem Team weiterhin seit 12 Jahren auf einen Sieg gegen Bochum wartet. Die Gastgeber schafften vor zehn Jahren beim 3:3 gegen den VfB Stuttgart nach 0:3-Rückstand schon mal ein ähnliches Kunststück. Doch noch besser waren die Bochumer am 31. Mai 1991: Nach einem 0:3- Rückstand bei Fortuna Düsseldorf gewann die Revier-Elf am Ende noch mit 4:3. |




