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13.08.2009 - 15:16 Uhr
Bayer und VfB spielen in umgebauten Stadien

Leverkusen (dpa) - Der 15. August 2009 markiert für Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart den Beginn einer neuen Stadion-Zeit. Die Werksmannschaft kehrt in die für rund 70 Millionen Euro umgebaute BayArena zurück und die schwäbische Baustelle ist immerhin bespielbar.

«Ich finde dieses Stadion einfach wunderschön und großartig», sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. «Wir haben 20 Monate gewerkelt und ein Riesenhaus gebaut. Was hier gelaufen ist, war unglaublich», ergänzte er. Für Holzhäuser ist die Fertigstellung «die Erfüllung eines beruflichen Traums».

Seit Dezember 2007 wurde das Stadion modernisiert, ausgebaut und auf eine Zuschauerkapazität von etwa 30 000 Besuchern erweitert. Markenzeichen der Arena ist ein zeltartiges Dach mit einem Durchmesser von 217 Metern. Bislang fasste die Bayer-Heimspielstätte 22 500 Zuschauer. Die Rückrunden-Heimspiele 2008/2009 hatte Bayer in Düsseldorf bestritten. Dort feierte das Team des damaligen Trainers Bruno Labbadia in der Liga in acht Partien nur einen Sieg. Doch mit Erfolgen über Energie Cottbus, den FC Bayern München und den FSV Mainz 05 sorgte Bayer in der LTU arena im DFB-Pokal für Furore und zog in das Cup-Finale ein.

Mit dem sogenannten Rückbau des westlichen Tribünenteils begann am 14. Dezember 2007 das, was Holzhäuser stets auch als Erreichen eines persönlichen Ziels und als «Meilenstein» bezeichnete. «Jedes große Bauwerk war erst eine Baustelle und dann der Stolz einer ganzen Region» - so lautet der Kernsatz der Einladung zur feierlichen Wiedereröffnung. Die neue Arena stellt nach Holzhäusers Angaben ein «Wahrzeichen für Leverkusen und Umgebung dar. Und das macht mich schon etwas stolz».

Bayer Leverkusen wird an den Kosten von 70 Millionen Euro etwa 23 Jahre zu zahlen haben. «Aber die Rentabilität eines Stadions kann man nicht in Euro messen», meinte Holzhäuser. Es gehe vor allem auch um den Image-Faktor. Die Verdienst-Situation des DFB-Pokalfinalisten, der sich nicht für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert hatte, wird sich allein durch die Erweiterung der Zuschauerkapazität und die Vervierfachung der Hospitality-Bereiche maßgeblich verändern.

Holzhäuser verhehlte nicht, dass die Mannschaft des neuen Chefcoachs Jupp Heynckes ihren Teil dazu beitragen muss, die neue Arena mit ihren optimalen Rahmenbedingungen auch sportlich wieder zu einer Top-Adresse des europäischen Fußballs zu machen. «Es nützt alles nichts, wenn der sportliche Erfolg ausbleiben würde», schrieb Holzhäuser in seinem Vorwort des BayArena-Magazins für das Gastspiel von 1899 Hoffenheim.

Trotz der weitreichenden Umbaumaßnahmen ist die Stuttgarter Fußball-Arena zwei Tage vor der Heimpremiere des VfB in der neuen Bundesliga-Saison für das Südwest-Derby gerüstet. «Wir haben jetzt die Crème de la Crème der Rasen im Stadion», sagte Stefan Heim, Geschäftsführer der Stadion NeckarPark GmbH, der Deutschen Presse-Agentur dpa vor der Partie gegen den SC Freiburg. Obwohl durch den Abriss der kompletten Untertürkheimer Kurve ein riesiges Loch in der Fassade der Mercedes-Benz Arena klafft, entspricht auch die Sicherheit dem in der Bundesliga geforderten Standard. «Es wird immer nur an einem Stadionteil gearbeitet, der dann unzugänglich ist. Dadurch entstehen keine Risiken. Wir legen großen Wert auf die Sicherheit», betonte Heim.

Seit Mai wird an der 73,15 Millionen teuren Umgestaltung der Arena in ein reines Fußball-Stadion gearbeitet. Bereits fertiggestellt sind die Tieferlegung des Spielfelds sowie die Baumaßnahmen an der Haupt- und Gegentribüne, die jetzt näher an den Platz grenzen. Bis der Umbau vollständig abgeschlossen ist, wird es noch gut zwei Jahre dauern. Vorläufig können anstelle von zuvor gut 55 000 Zuschauern nur 41 000 Fans die Heimspiele des VfB im Stadion verfolgen, nach dem Ende der Baumaßnahmen werden es 60 000 sein.