Dänemark .:. Steckbrief

Mannschaft: Dänemark
Verband: UEFA UEFA
Spitzname: Danish Dynamite
gegründet: 18.05.1889
Farben: rot-weiß
Mitgliederzahl: 407.900
Stadion: Parken
38.065 Plätze
Anschrift: Dansk Boldspil-Union
Idraettens Hus
Bröndby Stadion 20
2605 Bröndby
Telefon: 0 43 / 26 22 22
Telefax: 0 43 / 26 22 45
Homepage: www.dbu.dk
E-Mail: dbu@dbu.dk

Dänemark .:. Erfolge

1 x Confed. Cup Sieger
1995 
1 x Europameister
1992 

Dänemark .:. Portrait

Dänemark zählt zu den ersten Nationen in Europa, die das Fußballspielen aufgenommen haben. Daher ist es auch nicht überraschend, dass Dänemark einen der sieben FIFA Gründer repräsentiert.

Nach zwei Kriegen gegen Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Dänemark ein starker Einfluss seitens der britischen Inseln. Durch die Industrialisierung kamen britische Arbeiter nach Dänemark und brachten neben dem Schienennetz auch den Fußball auf die Insel. Erste Aktivitäten in Sachen Fußball fanden in den Jahren 1860-1870 in der Hauptstadt Kopenhagen sowie in den Städten Odense, Ǻalborg und Randers etc. statt. Erste Vereinsaktivitäten und Gründungen ereigneten sich Ende des 19.Jahrhunderts.

Im Jahre 1886-87 erscheint die erste ins dänische übersetzte Veröffentlichung von F. Markmanns Regelwerk zum Assoziationsfußball. Dennoch litt der Fußball ein langes Schattendasein aufgrund der großen Popularität von Cricket. Diese Gleichgültigkeit beim dänischen Bürgertum blieb auch nach der Gründung eines nationalen Cricket- und Fußballverbandes am 18 Mai 1889, der Dansk Boldspil Union (DBU) bestehen. Zusätzlich zu dem Desinteresse war auch eine schlechte Infrastruktur zu diesem Zeitpunkt für den dänischen Fußball zu verzeichnen, der sich damit nur sehr langsam in den Städten Dänemarks entwickelte. Um die Attraktivität zu steigern führte der dänische Fußballverband im Jahre 1910 eine nationale Meisterschaft sowie einen Pokalwettbewerb ein, ähnlich dem britischen FA-Cup. 1929 entsteht die 1. Division, die sich später als Nationalliga durchsetzte und etablierte.

International konnte die dänische Nationalmannschaft mit einem 9:0 über die französische B-Elf einen Einstand nach Maß feiern, dem der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1906 folgte.

Trotz der achtbaren Erfolge traten erste Probleme auf. Der Entschluss, am Amateurstatus in der heimatlichen Nationalliga festzuhalten, war ein folgenschwerer Fehler für den dänischen Fußball und für seine Entwicklung. Folgerichtig kam es zu einer Auswanderungsflut der besten dänischen Spieler zu ausländischen Vereinen. Auch nach dem Gewinn der Olympischen Silbermedaille 1960 stellte sich der dänische Verband quer und so wurden weiterhin keine Legionäre ins Nationalteam einberufen. Die Folgen waren unübersehbar. Die dänische Nationalmannschaft verpasste in aller Regelmäßigkeit die Teilnahmen an Europa- sowie Weltmeisterschaften. Die Wende kam erst 1976 durch einen enormen öffentlichen Druck zustande, dem der dänische Verband nachgab. Damit waren die Weichen wieder auf Erfolg gestellt und die dänische Mannschaft entwickelt sich immer stärker in Europa. Der erste Erfolg schlug sich bei der EM 1984 in Frankreich nieder, als das dänische Team unter Leitung von Sepp Piontek unglücklich im Halbfinale an Spanien scheiterte.

Der Verlauf des Dänischen Nationalteams nahm jedoch ab diesem Zeitpunkt Fahrt auf. Man qualifizierte sich erstmals 1986 bei einer Weltmeisterschaft und auch die spätere Qualifikation zur EM 1988 in Deutschland gelang den Dänen. Der größte Erfolg jedoch gelang dem "Danish Dynamite" Team bei der EM 1992 in Schweden. Als nachnominiertes Team und Underdog gelang ihnen der Gewinn des EM-Titels im Finale über Deutschland. Der Fußballaufstieg Dänemarks kam nicht von ungefähr, da inzwischen zahlreiche dänisch stammende Trainer und Spieler in europäischen Spitzenclubs zentrale Aufgaben und Positionen innehaben. Hier entwickelte sich ein Fußballzwerg zu einem achtbaren Gegner, den man auch bei der EM 2004 in Portugal nicht unterschätzen sollte.