Deutschland .:. Steckbrief
| Mannschaft: | Deutschland |
| Verband: |
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| gegründet: | 28.01.1900 |
| Farben: | schwarz-weiß |
| Mitgliederzahl: | 6.756.562 |
| Anschrift: |
Deutscher Fußball-Bund Otto-Fleck-Schneise 6 60524 Frankfurt/Main |
| Telefon: | 0 69 / 67 88 0 |
| Telefax: | 0 69 / 67 88 266 |
| Homepage: | www.dfb.de |
| E-Mail: | info@dfb.de |
Deutschland .:. Portrait
| Nach dem 2. Weltkrieg war in Deutschland zunächst nicht an Fußball zu denken, da es für Deutschland und seine Menschen mit der "Stunde Null", einer Ungewissheit über die weitere Zukunft sowie dem Neuaufbau des Landes begann. Der Fußball rollte zunächst in der amerikanisch besetzten Zone, also vorwiegend Süddeutschland. Sehr schnell konnten sich Traditionsclub wiedergründen und sich um die Organisation eines funktionierenden Spielablaufs kümmern. Schwieriger entwickelte sich die Lage des Fußballs in den von England und Frankreich besetzten Gebieten, die nur sehr langsam und zögerlich die Wiedergründung der Fußballclubs zuließen. Daher scheint es nicht verwunderlich, dass sich zu dieser Zeit der Fußball für eine geraume Zeit im Süden Deutschlands abspielte. Als logische Konsequenz für die Mühen der Fußballvereine konnte am 4. November 1945 der Spielbetrieb für die "Oberliga Süddeutschland" aufgenommen werden. Am 20. September 1950 gelang dem Fußball in Deutschland ein Historischer Schritt zurück auf die Fußballweltbühne mit der Wiedergründung des DFB und der sofortigen Aufnahme in die FIFA. Im ersten Nachkriegsländerspiel vor 100.000 Zuschauern im Stuttgarter Neckerstation gewann die deutsche Auswahl gegen die Schweiz mit 1:0. Mit dem einsetzenden Wirtschaftaufschwung Anfang der fünfziger Jahre stieg auch die Popularität des Fußballs. Erster Höhepunkt dieser Entwicklung stellte die Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz dar, die Deutschland unter Sepp Herberger sensationell gegen die damalige ungarische Wundermannschaft mit ihrem Starspieler Ferenc Puskás im Finale 3:2 gewann. Doch ungeachtet von diesem einmaligen historischen Gewinn der WM 1954 steckte der bundesdeutsche Fußball im Vergleich zu anderen europäischen Mannschaften noch in den Kinderschuhen. Das sichtbare Problem des deutschen Fußballs lag in der Diskussion über den Profistatus. Während europäische Länder über einen Profiligabetrieb verfügten, verweilte Deutschland im Mittelmaß. Dieser Mangel schlug sich bei den kommenden Weltmeisterschaften 1958 und 1962 nieder, wo Deutschland auf ganzer Linie enttäuschte und weit hinter den gesteckten Zielen und Erwartungen blieb. In Zuge dieser Problematik rief der DFB im Jahre 1963/1964 die 1.Bundesliga ins Leben. Damit sollte der deutsche Fußball wieder in ein erfolgreicheres Licht gerückt werden, als es zuvor bei den letzten beiden Weltmeisterschaften der Fall war. Deutschlands Fußballnationalmannschaft kehrte erfolgreich auf die Fußballbühne zurück und erreichte im "Mutterland des Fußballs" das Endspiel, welches gegen die Gastgeber England durch das legendäre Wembley Tor mit 4:2 verloren wurde. 1972 in Belgien gewann eine überragende deutsche Mannschaft den Titel durch einen 3:0 Finalsieg über die damalige Sowjetunion. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzte. Während international es hui hieß, war es national pfui. 1971 überschattete die Bundesliga ein Skandal, der bis heute einzigartig blieb. Die Manipulationsversuche von abstiegsbedrohten Vereinen haben den Ruf der Bundesliga stark ramponiert. Doch der Skandal geriet durch den WM Sieg 1974 in der Heimat schnell in Vergessenheit. Der dritte und vorerst letzte WM Titel gewann das wiedervereinige Deutschland 1990 in Italien mit dem damaligen Trainer Franz Beckenbauer, der nach dem Finalsieg über Argentinien auf seinem persönlichen Höhepunkt seinen Rücktritt bekannt gab. Betrachtet man den deutschen Nachkriegsfußball, so stehen mit 3 WM-Titeln sowie 3 EM-Titeln imposante Erfolge bei internationalen Wettbewerben zu buche. Trotz alledem hat die deutsche Fußballnationalmannschaft in den letzten Jahre ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Bei der WM 1994 in den Vereinigten Staaten kam das überraschende Aus im Viertelfinale gegen Bulgarien. Anders präsentierte sich die neu formierte deutsche Nationalmannschaft zwei Jahre später bei der EM 1996 in England, als sie sich mit einem großen Siegeswillen und unbändiger Entschlossenheit im Finale gegen Tschechien den Titel sicherte. Bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich war die deutsche Nationalmannschaft jedoch ein Schatten ihrer selbst und das Team um Berti Vogts verlor das Viertelfinalspiel gegen Kroatien deutlich und blamabel mit dem Endstand von 3:0. Doch der Tiefpunkt folgte bei der darauffolgenden EM 2000 in Holland/Belgien, wo das deutsche Team unter Leitung von Erich Ribbeck ohne Fortune und ohne einen Sieg in der Gruppenphase ausschied. Diese schwere Zeit des deutschen Fußballs hatte für die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2002 in Südkorea/Japan ein jähes Ende, als man sich mit Teamchef Rudi Völler rehabilitierte und den Finaleinzug schaffte. Trotz der Niederlage im Finale gegen Brasilien war die WM 2002 als ein großer Erfolg zu werten, da der deutschen Mannschaft zu Beginn des Turniers nur krasse Außenseiterchancen zugerechnet wurden. Als Vizeweltmeister 2002 und disziplinierte Turniermannschaft gehörte die deutsche Nationalmannschaft mit zu dem Kreis derer, die um den EM-Titel 2004 in Portugal mitspielen wollten, auch wenn die Qualifikation manches zu wünschen übrig ließ. Und dies bestätigte dann das frühe Ausscheiden in der Vorrunde. Nach einigem Hickhack um die Völler-Nachfolge, wurde dann Sunnyboy Jürgen Klinsmann verpflichtet, dessen moderne Einstellung zur Trainingslehre, zur Spieltaktik und zu organisatorischen Fragestellungen einigen Wind in Reihen des DFB verursachte. Aber die Entwicklung zur WM 2006 läuft bisher durchweg positiv. Und das läßt uns hoffen... |




