Tunesien .:. Steckbrief
| Mannschaft: | Tunesien |
| Verband: |
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| gegründet: | 00.00.1956 |
| Farben: | weiß-rot |
| Mitgliederzahl: | 84.373 |
| Stadion: |
Stade du 7 novembre
65.000 Plätze |
| Anschrift: |
Cité Olympique d' El Menzah La maison des fédérations Bloc A 6ème étage Tunis 1004 |
| Telefon: | 0 71 / 233 303 |
| Telefax: | 0 71 / 767 929 |
| Homepage: | www.ftf.org.tn |
Tunesien .:. Erfolge
| 1 x Afrika Cup |
| 2004 |
Tunesien .:. Portrait
Die Wurzeln des tunesischen Fußballs liegen in der Zeit als das Land noch Bestandteil der Grande Nation war. Bis zu den 20er Jahren war es nur den französischen Kolonialisten vorbehalten, Fußball zu spielen. 1921 gründete man einen Verband, der dem französischen Fußballverband zwar unterstellt war, von der tunesischen Bevölkerung jedoch organisiert wurde. Gleichzeitig wurde auch die erste Nationalliga Tunesiens ins Leben gerufen. Ein wichtiger Bestandteil der Liga waren auch fest eingeplante Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus anderen nordafrikanischen Ländern. Ein positiver Nebeneffekt dieser Regelung war der frühe Kontakt Tunesiens zur internationalen Fußballbühne. Mitte der 50er Jahre begann sich der Nationalverband von der französischen Mutter abzunabeln. Mit der politischen Unabhängigkeit 1956 löste sich der tunesischen Verband endgültig von den letzten französischen Einflüssen und der Fédération Tunisieme de Football wurde gegründet. Die ersten Erfolge als unabhängige Fußballnation ließen nicht lange auf sich warten. 1960 konnte man die olympische Endrunde erreichen und sich das erste Mal auf internationalen Parkett beweisen. Zwei Jahre später rollte der Ball auch zum ersten Mal in der Afrikameisterschaft, bei der Tunesien als erstes französischsprachiges Land teilnahm. In den 60er und 70er Jahren entwickelte sich der tunesische Fußball in kürzester Zeit auf ein beachtliches Niveau. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung stellte das Erreichen der Weltmeisterschaftsendrunde 1978 dar, in der man sich sehr gut verkaufte. Man schied zwar nach der Vorrunde aus, konnte jedoch ein Unentschieden gegen Deutschland und sogar einen Sieg gegen Mexiko feiern. Doch gerade als es schien, dass Tunesien den Anschluss zur internationalen Spitze geschafft hatte, fiel die so stark spielende Truppe der WM 78 auseinander. Grund hierfür war Saudi-Arabien. Obwohl Tunesien zu einem der wirtschaftsstärksten Länder Afrikas zählte, waren die Spielergehälter klein. Die Saudis hatten daher keine großen Schwierigkeiten das nahezu komplette tunesische Team abzuwerben. Auch die Qualität der Liga litt unter den niedrigen Löhnen. Immer mehr Spieler versuchten ihr Glück im Ausland. Die Konsequenz war logisch: Bei der Qualifikation für die WM 1982 scheiterte Tunesien, das international fast bei null anfangen musste, am ersten Gegner Nigeria. Erst in den 90er Jahren gab es in Tunesien eine neue Generation von Spitzenspielern und prompt gelang es auch, sich wieder für die WM-Endrunden 1998 und 2002 zu qualifizieren. Das Überraschende dabei war, das im Aufgebot fast ausschließlich Spieler aus der tunesischen Liga standen. Dem FTF war es also geglückt, auch die Spitzenspieler in der Liga zu halten und so die Qualität des tunesischen Fußballs zu erhöhen. Tunesien gilt neben Marokko als einer der Motoren des afrikanischen Fußballs, was das Finale im Afrika-Cup 2004, das Tunesien mit 2:1 gegen Marokko gewann, gut widerspiegelt. |




