VfL Wolfsburg .:. Steckbrief
| Mannschaft: | VfL Wolfsburg |
| vollst. Name: | Verein für Leibesübungen Wolfsburg e.V. |
| Land: |
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| Spitzname: | Die Wölfen |
| gegründet: | 12.09.1945 |
| Farben: | grün-weiß |
| Mitgliederzahl: | 17.000 |
| Sportarten: | Fußball, Leichtathletik, Schwimmen |
| Stadion: |
Volkswagen Arena
30.000 Plätze |
| Anschrift: |
In den Allerwiesen 1 38446 Wolfsburg |
| Telefon: | 0 53 61 - 89 03 0 |
| Telefax: | 0 53 61 - 89 03 150 |
| Homepage: | www.vfl-wolfsburg.de |
| E-Mail: | fussball@vfl-wolfsburg.de |
VfL Wolfsburg .:. Erfolge
| 1 x Deutscher Meister |
| 2009 |
VfL Wolfsburg .:. Portrait
Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ist die Lage allerorten katastrophal. So auch im niedersächsischen Wolfsburg, wo die Verbandsstrukturen der Sportvereine in Trümmern liegen. Die deutsche Fußballbegeisterung ist aber nach wie vor riesig. Die Wolfsburger wissen sich in dieser Notlage zu helfen. Um einen neuen Club aus der Taufe heben zu können, spendet der damalige Kreisjugendpfleger Bernd Elberskirch zehn grüne Trikots. Allerdings fehlen die Beinkleider. Eine Reihe von Bürgern erklärt sich darauf hin bereit, einige Sätze Bettlaken zu spenden, die von fleißigen Damen in Handarbeit zu Sporthosen umfunktioniert werden. Endlich können die Wolfsburger wieder organisiert Fußball spielen. Kurze Zeit läuft der Spielbetrieb unter dem Namen Volkssport- und Kulturverein Wolfsburg. Als man die erste Geschäftsstelle in der Rathhausbaracke am Steimker Berg bezieht, bekommt der Verein den Namen Verein für Leibesertüchtigung Wolfsburg, kurz VfL. Bereits 1946 nimmt das Team den Punktspielbetrieb auf, zunächst nur in der 1.Kreisliga. Durch die sofortige Meisterschaft wird schnell klar, dass die Mannschaft für diese Klasse zu stark spielt. Den „Wölfen“ gelingt ein schneller Durchmarsch durch Bezirks- und Amateuroberliga und schon 1954 erreichen sie die damals höchste Liga, die Oberliga. Im gleichen Jahr besiegen sie in einem Heimspiel den Hamburger SV, was regelrechten Enthusiasmus auslöst. Urplötzlich hat der VfL im norddeutschen Fußballraum ein gewichtiges Wort mitzureden. 1958 holen sie den Nordcup nach Wolfsburg und werden 1963 Niedersachsenmeister. Die konstant guten Leistungen der Mannschaft berechtigen sie zur Teilnahme an der 1974 neu gegründeten 2. Bundesliga. Hier fehlt dem Club jedoch noch die nötige Erfahrung, um dauerhaft bestehen zu können. In den folgenden Jahren müssen sie mehrmals den Absturz in die Drittklassigkeit erdulden. Dennoch legt der Verein in dieser Zeit mit dem Bau eines eigenen Leistungszentrums und der Erweiterung des Vereinsheims den Grundstein für professionelle Strukturen und damit auch für spätere Erfolge. 1993 können sie erstmals nach einer Zweitligasaison die Klasse halten, was dem Verein für sein Vorhaben, das Stadion zu sanieren, Planungssicherheit gibt. Mit einem 5-Millionen-DM-Kredit der Stadt Wolfsburg wird das Projekt in Angriff genommen. 1995 beißen sich die Wölfe bis ins Halbfinale des DFB-Pokals durch und müssen beim Bundesligisten 1.FC Köln antreten. Die Niedersachsen gewinnen das Match sensationell mit 1:0 und ziehen damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Pokalfinale ein. Dort müssen sie sich jedoch den „Fohlen“ aus Mönchengladbach mit 0:3 geschlagen geben. Die Mannschaft kann die gewonnenen Erfahrungen wiederum schnell in zukünftige Erfolge ummünzen. Mit einem dramatischen 5:4 über den FSV Mainz 05 am letzten Spieltag der Saison 1996/97 steigen sie in die erste Bundesliga auf. Nur zwei Jahre später qualifizieren sich die Wölfe sogar für den UEFA-Cup, müssen sich dort erst in der dritten Runde Atletico Madrid geschlagen geben. Wiederum reagiert der Verein auf die neue Situation und beschließt einen kompletten Stadionneubau. Möglich wird dieser durch eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, deren Hauptgesellschafter mit 90%-Anteilen die Volkswagen AG ist. Somit ist der VfL nach Bayer Leverkusen nun auch für jedermann sichtbar ein Werksclub. Der erste Spatenstich für das 100-Millionen-DM Projekt wird am 18.Mai 2001 gesetzt. Nur ein Jahr später feiert der Verein Richtfest und am 15.Dezember 2002 schiebt Tomislav Maric per Foulelfmeter das erste VfL-Tor an neuer Wirkungsstätte ein. Das Spiel gegen den VfB Stuttgart geht dennoch mit 1:2 verloren. Nach einem relativ erfolglosen Saisonverlauf muss der Trainer mit dem so passenden Namen Wolfgang Wolf seinen Hut nehmen. Manager Peter Pander verpflichtet im März 2003 Jürgen Röber als Nachfolger. Aus dem Kreisligisten mit den Bettlakenhosen ist in - für Fußballverhältnisse - kurzer Zeit eine nationale Topadresse geworden, die mit dem Transfer des argentinischen Jungstars D’Alessandro, einer echten Nummer 10, in der Saison 2003/04 hinter ihren eigenen Anspruch ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Da aber die hochgesteckten Ziele nicht verwirklicht werden konnten, musste Jürgen Röber am 03. April 2004 Platz an der Seitenlinie machen. Sein Nachfolger Eric Gerets beendete die laufende Saison auf Platz 10 und hat nun 2 Jahre Zeit, den VfL ins internationale Fußballgeschäft zurück zu führen. |




