Wuppertaler SV .:. Steckbrief
| Mannschaft: | Wuppertaler SV |
| vollst. Name: | Wuppertaler Sport Verein Borussia |
| Land: |
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| gegründet: | 08.07.1954 |
| Farben: | rot-blau |
| Mitgliederzahl: | 830 |
| Sportarten: | Fußball, Handball, Boxen, Leichtathletik |
| Stadion: |
Stadion am Zoo
28.300 Plätze |
| Anschrift: |
Hubertusallee 4 42117 Wuppertal |
| Telefon: | 02 02 / 74 12 85 |
| Telefax: | 02 02 / 74 24 66 |
| Homepage: | www.wuppertalersv.com |
| E-Mail: | info@w-sv.com |
Wuppertaler SV .:. Portrait
| Seit 1994 fristet der Wuppertaler SV ein tristes Dasein in unterklassigen Ligen. Da war nicht immer so – die Blau-Roten waren schon erstklassig, und haben, wenn auch nur ein einziges Mal, sogar schon im Europapokal ihre Visitenkarte abgegeben.
Den Wuppertaler SV gibt es seit dem 8.Juli 1954. An diesem Tag fusionierten die beiden Traditionsvereine der Stadt – der SSV 04 Wuppertal und die TSG Vohwinkel 80. Dass sich diese beiden Clubs einmal zusammenschließen würden, damit hatte in Wuppertal wohl niemand gerechnet. Denn der SV und die TSG galten als verfeindet. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Mitglieder der Vereine zunächst mit Händen und Füßen gegen die geplante Fusion wehrten. Auf den Generalversammlungen, zu denen beide Clubs am 10. Juni 1954 luden, konnte die Masse dann doch noch davon überzeugt werden, künftig die Kräfte zu bündeln und gemeinsame Sache zu machen. Bis dato hatten beide Mannschaften in der zweiten Liga West gespielt, aber in einigen gemeinsamen Partien schon bewiesen, dass man auch zusammen Fußball spielen konnte. So hatte eine Kombination aus dem SSV und den Vohwinkelern bereits Manchester City und den VfB Stuttgart bezwungen. Auch in der zweiten Liga West klappte das Zusammenspiel bestens - der Aufstieg in die Oberliga glückte auf Anhieb. Dort maß man sich drei Jahre mit anderen Größen aus der Region, ehe 1958 der Abstieg für Resignation im Bergischen Land sorgte. Einige Leistungsträger verließen den Verein, andere kamen (u.a. Erich Ribbeck), so dass es für Trainer Willibald Kress eine neue Elf zu formen galt. Das brauchte seine Zeit. 1962 meldeten sich die Blau-Weißen zurück in der Oberliga, in der sich in der Spielzeit 1962/1963 alles nur um eins drehte: die Neueinteilung des deutschen Fußballwesens. Nach der Saison beantragten 40 Vereine die Aufnahme in die erste Bundesliga, Plätze gab es aber nur 16. Die Wuppertaler kamen nach ihren enttäuschenden Leistungen dafür nicht in Frage und mussten sich vorerst mit der Regionalliga begnügen. Aber auch nur vorerst – 1972 schaffte der WSV das, wovon die Fußball-Fans im Bergischen Land schon lange geträumt hatten: der Aufstieg ins Fußball-Oberhaus war perfekt. Und wer gedacht hatte, dass die Wuppertaler dort ums nackte Überleben kämpfen müssen, sah sich getäuscht. Direkt hinter Bayern München, dem 1.FC Köln und Fortuna Düsseldorf landeten die Blau-Roten auf Platz vier – ein nicht für möglich gehaltener Erfolg. Das i-Tüpfelchen an der guten Platzierung: die Kicker vom Stadion am Zoo waren damit auch für den UEFA-Cup qualifiziert. Ein 1:4 und ein 5:4 brachten aber in Runde eins gegen die international ebenso unbekannten Polen von Ruch Chorzow das Aus. In der Folgesaison zogen so langsam dunkle Wolken auf. Der Erfolg blieb aus, die Spieler machten sich gegenseitig Vorwürfe. Der Abstieg schien fast schon besiegelt, konnte aber durch ein 2:2 gegen den VfB Stuttgart – bei gleichzeitiger Niederlage des Tabellennachbarn Fortuna Köln – am letzten Spieltag so gerade noch einmal abgewendet werden. 1974/75 entwickelte sich der WSV zum Leidwesen der Fans aber endgültig zur Schießbude der Liga. Aus einer Saison, in der man nur zwölf Zähler holte, sticht lediglich der Sieg über den Deutschen Meister Bayern München hervor. Nach dem Abstieg in die Regionalliga verschliss man etliche Trainer, in der Hoffnung, dass einer von ihnen den WSV zurück in die Erfolgspur führen würde. Das Ganze endete 1979 mit dem erneuten Abstieg. Triste Zeiten begannen, der WSV spielte nun in der Fußball-Provinz, etwa Langenfeld oder Viersen. 1991/1992 gelang dann die Meisterschaft in der Regionalliga – wenn auch nur haarscharf vor den punktgleichen Essenern. Zwei Jahre in der zweiten Liga waren den Blau-Roten noch vergönnt. Seit 1994 gab bzw. gibt es an der Wupper dann nur noch dritt- bzw. viertklassigen Fußball zu sehen. In der Saison 2003/2004 war dann wieder ein Hauch der alten Fußballbegeisterung im Stadion Zoo zu spüren. Als Oberliga-Aufsteiger machte der SV auch in der dritthöchsten deutschen Liga eine gute Figur und führte lange Zeit die Tabelle an. Am Ende musste man aber RW Essen und Dynamo Dresden die Aufstiegsplätze überlassen. |





