So Thread wird schon mal für die nächste Saison umgerüstet.
Das sind die Teams die in der Saison 2010/2011 in der Primera Division spielen werden.
FC Barcelona
Real Madrid
FC Valencia
FC Sevilla
RCD Mallorca
Getafe CF
Villarreal CF
Athletic Bilbao
Atlético Madrid
Deportivo La Coruña
Espanyol Barcelona
CA Osasuna
UD Almería
Real Zaragoza
Sporting Gijón
Racing Santander
Málaga CF
Real Sociedad
Hércules CF
Levante UD
Geändert am 15.10.10 07:59: Zuordnung verändert - DonNico open
"Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul"
"Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden"
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Medien: Streik in Spanien beendet
Der Fußballstreik in Spanien ist beendet. Laut übereinstimmenden Medienberichten erzielte die Spielergewerkschaft AFE am Donnerstag eine Einigung mit der Profiliga LFP.
Damit können die für dieses Wochenende angesetzten Spiele der ersten und zweiten Liga stattfinden. Die Partien des ersten Spieltages am Samstag und Sonntag waren wegen des Streiks abgesagt worden. Die Liga und die Gewerkschaft wollen am Nachmittag das Ergebnis ihrer Gespräche offiziell bekanntgeben
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Rossoneri2010 schrieb:
> Medien: Streik in Spanien beendet
>
> Der Fußballstreik in Spanien ist beendet. Laut übereinstimmenden
> Medienberichten erzielte die Spielergewerkschaft AFE am Donnerstag eine
> Einigung mit der Profiliga LFP. [...]
Sieht für mich so aus, als wenn lediglich die bisher ausstehenden Gehälter
(ca. 50 Mio. Euro für etwa 200 Spieler) ausgezahlt werden sollen.
Am kranken System aber ändert sich gar nichts. 
Clubs, die weiterhin über ihre Verhältnisse leben, werden sich nach wie
vor durch Eröffnung eines Insolvenzverfahrens retten können. Dafür steigen
weiterhin diejenigen Clubs ab, die vernünftig wirtschaften und ihre Kader
den finanziellen Möglichkeiten anpassen.
Clubs, die bisher ordentlich gewirtschaftet haben, werden sich dann überlegen
müssen, ob sie lieber absteigen (Depor), ob sie sich den "insolventen Schmarotzern"
(z.B. Betis) anschließen oder ob sie sich komplett an einen ausländischen Milliardär
verkaufen (Malaga, Santander).
Die Tendenz wird wohl eher zu ausländischen Milliardären gehen, denn allzu lange
kann das bestehende "Insolvenz-Parasitentum" nicht mehr funktionieren. Ein Spieler,
dem in Spanien 3 Mio. Jahresgehalt angeboten werden, wird sich gut überlegen, ob
er nicht lieber eine Offerte mit 2 Mio. Gehalt aus England oder Deutschland annimmt.
Schließlich wäre seine evtl. ausstehende Gehaltsforderung in Spanien nach einer
Insolvenzeröffung seines Clubs höchstens noch die Hälfte wert. Dazu käme auch noch
das ganze nervige Theater beim Kampf um die ausstehenden Gelder...
P.S.: Jetzt wo der Streik in Spanien beendet ist, sieht es dafür nach einem
Streik der Serie A in Italien aus. Allerdings sind die Gründe anders gelagert.
Geändert am 26.08.11 00:12
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
PS: Streik zu Ende?!
Nunja, hier mal ne weitere Meldung!
Spanish League chaos part 678: ZAR v RM game may not be televised due to dispute between ZAR and media company over o/s debt.
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Sieston schrieb:
> Ein Spieler, dem in Spanien 3 Mio. Jahresgehalt angeboten werden, wird sich gut überlegen,
> ob er nicht lieber eine Offerte mit 2 Mio. Gehalt aus England oder Deutschland
> annimmt.
Ein Spieler der 3 Mio. bekommt, wird keine Probleme haben, da er ein Star ist und medialen druck aufbauen kann, bzw. wechseln kann. Das Problem haben die Kicker, die für 200.000 Euro kicken (oder weniger!)
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Rojiblanco schrieb:
> [...]
> Nunja, hier mal ne weitere Meldung!
> Spanish League chaos part 678: ZAR v RM game may not be televised due to dispute
> between ZAR and media company over o/s debt.
So, wie ich die Meldung lese, wird das Spiel normal ausgetragen (kein weiterer
Spielerstreik), aber halt nicht im Fernsehen übertragen.
Hier lässt sich allerdings eine der Ursachen für die Misere vieler spanischer
Clubs erahnen: Die Selbstvermarktung der Fernsehrechte hat zu einer riesigen
Kluft zwischen den Top Clubs und den kleineren Teams geführt.
Während Real Madrid und Barca jeweils über 100 Mio. Euro jährlich für die
Übertragungsrechte ihrer Spiele in der Primera División kassieren, bekommen
Teams wie Getafe vielleicht 5-7 Mio. für ihre Mitwirkung an derselben 1. Liga.
Da ist es nicht verwunderlich, wenn Clubs bei so geringen Fernseheinnahmen
immer wieder in die Insolvenz schlittern.
> Sieston schrieb:
>
>
> > Ein Spieler, dem in Spanien 3 Mio. Jahresgehalt angeboten werden, wird sich
> gut überlegen,
> > ob er nicht lieber eine Offerte mit 2 Mio. Gehalt aus England oder
> Deutschland
> > annimmt.
>
> Ein Spieler der 3 Mio. bekommt, wird keine Probleme haben, da er ein Star ist
> und medialen druck aufbauen kann, bzw. wechseln kann. Das Problem haben die
> Kicker, die für 200.000 Euro kicken (oder weniger!)
Da hast Du wahrscheinlich recht.
Es ging mir in meinem Kommentar nicht um die absoluten Summen, sondern darum,
dass bekannte "Insolvenz-Parasiten" und Insolvenz-gefährdete Clubs aus Spanien
im Vergleich zu "unbelasteten" Teams (aus Spanien oder anderen Ländern) ein
wesentlich höheres Gehalt bieten müssen, um Spieler ähnlicher Qualität anzulocken.
Ein Art "Risiko-Aufschlag", wie man ihn bei griechischen Staatsanleihen kennt.
Wenn ein finanziell schwer angeschlagener Club auch noch höhere Gehälter bieten
muss als seine (halbwegs) gesunden Konkurrenten, um ein ähnlich starkes Team zu
formen, dann kann das auf lange Sicht nicht gut gehen.
Das spanische Insolvenzrecht wird den Todeskampf vieler Clubs nur in die Länge
ziehen und immer wieder neue geschädigte Gläubiger produzieren (Spieler, Zulieferer,
Handwerksbetriebe, etc.). Es wird aber nicht verhindern, dass viele Clubs trotz
Insolvenzschutz an der schlechten Verteilung der Fernsehgelder zu Grunde gehen.

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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Sieston: Sie werden in allen Punkten Ihres Postings für nicht schuldig ähhhhhhhhh ich meine für "sehe ich auch absolut so" erklärt!
Danke und weitermachen! 
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Ähm hab ich irgendwas nicht mitgekriegt, bzw mehr als ihr?
Soweit ich das verstanden habe, ging es in diesem Streik nicht um die 50 Mio Gehälter, sondern darum, dass so etwas nicht noch einmal passieren kann.
Es sollte ein Fond eingerichtet werden, auf den dauerhaft eingezahlt wird, und der im Falle der Insolvenz des Vereins weiterhin die nötigen Gehälter zahlen kann.
Der Streik kam zu Stande, weil der Verband plötzlich die Prozentsätze geändert hätte.
So hab ich das zumindest mitbekomm, oder hab ich das geträumt?
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Bierpatriot schrieb:
> Ähm hab ich irgendwas nicht mitgekriegt, bzw mehr als ihr?
>
> Soweit ich das verstanden habe, ging es in diesem Streik nicht um die 50
> Mio Gehälter, sondern darum, dass so etwas nicht noch einmal passieren
> kann. [...]
Nach meinem Verständnis haben die Forderungen der Spielergewerkschaft
ursprünglich beides beinhaltet. Den Profis, die nach wie vor auf ihre
insgesamt ca. 50 Mio. Euro ausstehenden Gehälter warten, sollte die
baldige Auszahlung dieser Gelder garantiert werden. Außerdem sollten
Maßnahmen ergriffen werden, zukünftige Schädigungen der Spieler durch
Insolvenzen zu verhindern.
> [...]
> Es sollte ein Fond eingerichtet werden, auf den dauerhaft eingezahlt wird,
> und der im Falle der Insolvenz des Vereins weiterhin die nötigen Gehälter
> zahlen kann. [...]
Von einem sog. "Insolvenzfonds" habe ich auch gelesen. Siehe dazu:
http://www.fr-online.de/sport/streik-beendet/-/1472784/9671948/-/index.html
Allerdings ist mir nach wie vor nicht klar, welcher Club nach welchen Kriterien
wie viel in einen solchen Fond einzahlen soll (Nach Umsatz ? Nach Höhe der
Fernsehgelder ? Nach Nasenlänge des jeweiligen Club-Präsidenten ?? ). Fraglich
ist auch, ob die gesamten einzuzahlenden Summen auch nur annähernd hoch genug sind,
um zukünftige Insolvenz-bedingte Verdienstausfälle der Kicker auszugleichen.
Der schlimmste Fall wäre, wenn Clubs mit kleinem Budget und vernünftiger Transfer-
und Gehaltsplanung über einen solchen Fonds die Spielergehälter von solchen Clubs
mitbezahlen müssten, die massiv über ihre Verhältnisse gelebt haben und damit
ihre Insolvenzen selbst verschuldet haben.
> [...]
> Der Streik kam zu Stande, weil der Verband plötzlich die Prozentsätze
> geändert hätte.
>
> So hab ich das zumindest mitbekomm, oder hab ich das geträumt?
Da ich nicht über telepathische Fähigkeiten verfüge und die Traumdeutung auch
noch nie zu meinen persönlichen Stärken gehört hat, fände ich ein paar
Quellenangaben von deiner Seite als Diskussionsgrundlage hilfreich. 
P.S.: Obwohl der Aufsteiger Betis Sevilla nach wie vor unter dem Insolvenzrecht
steht, hat der zuständige Konkursverwalter die Ausleihe von Roque Santa Cruz
vom FC Celsea genehmigt. Dafür muss Betis ca. 1,5 Mio. vom Jahresgehalt an des
Spielers übernehmen. Trotz Pleite aufsteigen und dann gleich wieder Millionen-
gehälter zahlen...
http://www.focus.de/sport/fussball/england-roque-santa-cruz-wechselt-zu-betis-sevilla_aid_659427.html
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Sieston schrieb:
>Trotz Pleite aufsteigen und dann gleich wieder Millionengehälter zahlen...
Mit Investitionen vielleicht die Liga halten, volle Hütte haben oder sich retten können oder ohne absteigen.
Ganz einfach!
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Rojiblanco schrieb:
> [...]
> Mit Investitionen vielleicht die Liga halten, volle Hütte haben oder sich
> retten können oder ohne absteigen.
>
> Ganz einfach!
So ähnlich hat ein Michael Meier damals als Manager in Dortmund auch
gedacht. Mit Kaufsummen und Gehältern über dem Niveau von Bayern München
immer die Champions-League erreichen und den Verein mit den dortigen
Einnahmen wieder ins finanzielle Lot bringen...Ganz einfach ! 
Ist damals schon beim BVB schief gegangen und kann auch jederzeit
wieder bei einigen Vereinen in der Primera in die Hose gehen.
Den Haushalt "auf Kante fahren" und bei den Planungen vom sportlichen
Idealverlauf auszugehen ist keine solide Finanzplanung, sondern naives
Wunschdenken. Ein Club der vernünftig kalkuliert, lässt sich genügend
finanziellen Spielraum, um auch eine sportliche Durststrecke durchstehen
zu können. Andernfalls werden im Falle eines Abstiegs trotz hoher Ausgaben
bei Betis gleich wieder die Geier kreisen. 
P.S.: Santa Cruz kommt natürlich nicht von Chelsea, sondern von ManCity.
(Mein Fehler im vorigen Posting.)
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Sieston schrieb:
> >
> > Ganz einfach!
>
> So ähnlich hat ein Michael Meier damals als Manager in Dortmund auch
> gedacht. Mit Kaufsummen und Gehältern über dem Niveau von Bayern München
> immer die Champions-League erreichen und den Verein mit den dortigen
> Einnahmen wieder ins finanzielle Lot bringen...Ganz einfach ! 
>
> Ist damals schon beim BVB schief gegangen und kann auch jederzeit
> wieder bei einigen Vereinen in der Primera in die Hose gehen.
Stimmt! Und so viele Erfolge das Duo Niebaum-Meier dem BVB auch gebracht haben mag, vor dem Ende ihrer Amtszeit hätten sie Borussia Dortmund um ein Haar in die Insolvenz getrieben. Denn was passierte? Man verlor die CL-Quali Spiele gegen den FC Brügge im Elfmeterschießen und auf einmal fehlten überlebenswichtige Einnhamen, was wie gesagt, beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte..
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Ich habe ja nicht geschrieben, dass dies immer klappt, nur, das es eine realistische Überlegung ist!
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Sieston schrieb:
> Rojiblanco schrieb:
>
> > [...]
> > Mit Investitionen vielleicht die Liga halten, volle Hütte haben oder sich
> > retten können oder ohne absteigen.
> >
> > Ganz einfach!
>
> So ähnlich hat ein Michael Meier damals als Manager in Dortmund auch
> gedacht. Mit Kaufsummen und Gehältern über dem Niveau von Bayern München
> immer die Champions-League erreichen und den Verein mit den dortigen
> Einnahmen wieder ins finanzielle Lot bringen...Ganz einfach ! 
>
> Ist damals schon beim BVB schief gegangen und kann auch jederzeit
> wieder bei einigen Vereinen in der Primera in die Hose gehen.
>
> Den Haushalt "auf Kante fahren" und bei den Planungen vom sportlichen
> Idealverlauf auszugehen ist keine solide Finanzplanung, sondern naives
> Wunschdenken. Ein Club der vernünftig kalkuliert, lässt sich genügend
> finanziellen Spielraum, um auch eine sportliche Durststrecke durchstehen
> zu können. Andernfalls werden im Falle eines Abstiegs trotz hoher Ausgaben
> bei Betis gleich wieder die Geier kreisen. 
>
>
> P.S.: Santa Cruz kommt natürlich nicht von Chelsea, sondern von ManCity.
> (Mein Fehler im vorigen Posting.)
@Sieston:
Scheint aktuell Dein Lieblingsthema zu sein. 
Hier ein Artikel der heutigen (1. September 2011) Druckausgabe des kicker über den Unmut der "Besten Liga der Welt". Es freut mich, das sich immer mehr Widerstand gegen die "Großen Zwei" entwickelt. So kann es auf Dauer nicht weiter gehen.
ARTIKEL
Spaß pur? Von wegen!
Aus Spanien berichtet Peter Schwarz-Matey
Nach dem Streik gibt es erneut Ärger in der Liga: Während Barca und Real ihre Kantersiege feiern, fordert der chancenlose Rest Änderungen im System.
Wahrscheinlich war es nicht einmal die Tatsache an sich, die Villarreals Präsidenten zum Platzen brachte: „So machen wir den Fußball kaputt, ich gebe der Liga noch drei, vier Jahre, um diesen Zustand zu beenden“, zürnte Fernando Roig, nachdem das Superteam des FC Barcelona seinen FC Villarreal am Montag zum Saisonstart mit 5:0 verspeist hatte.
Roig erzürnte eher das Wie: Barcelona hatte mit Eric Abidal nur einen gelernten Verteidiger auf dem Platz. Zudem ließ Coach Pep Guardiola mit Cesc Fabregas und Alexis Sanchez zwei Neue ran, die auch noch beide trafen. Und Youngster Thiago vertrat Spielmacher Xavi auch als Torschütze meisterlich. Guardiola: „Ich bin sehr zufrieden, unsere Saison-Vorbereitung ist damit abgeschlossen.“ Man beachte die Wortwahl: „Vorbereitung.“
Für Roig, dessen Verein in der Champions League auf die Bayern trifft, war das zu viel an „Bescheidenheit“, für die sich Barca gerne rühmt. Roig: „Es gibt Klubs wie uns, die müssen Spieler verkaufen, um ihren Etat auszugleichen. Andere kaufen mit Krediten weiter ein.“
Spaß pur angesichts der toll spielenden Weltklubs Barca und Real? Von wegen! So hat der Meister, den 400 Millionen Schulden drücken, nun noch mal 80 Millionen Euro in Fabregas und Sanchez gesteckt - mehr Geld gab in Spanien niemand aus. Und mit Personalkosten von 240 Millionen Euro verwöhnt Barca seine Stars mit den höchsten Gagen. Doch auch Real, das Saragossa mit 6:0 überrollte, hat bei über 650 Millionen Schulden seit 2009 knapp 400 Millionen in neue Profis investiert. Roig erbost: „Wenn man mir drei Jahre lang 150 Millionen Euro leiht, schaffe ich auch ein Team aus Messis und Cristianos.“ Ändere sich nicht bald etwas, steige er aus.
Während Real und Barca vor vier Jahren noch mit Etats von 300 Millionen Euro auskamen, bewegen sie sich nun auf 520 (Real) und 485 Millionen (Barca) zu. Villarreal indes, 2008 noch Vizemeister, kürzte seinen Haushalt von 99 auf 78 Millionen Euro, Tendenz sinkend.
Ist die Liga also der „größte Misthaufen weltweit“, wie Sevilla-Boss José Maria del Nido unter dem Applaus von Bilbao, Espanyol, Real Sociedad, Malaga und Villarreal polterte? Guardiola sagt: „Ja, unsere Etats sind hoch, aber man muss auch gute Arbeit leisten.“ Und Reals Sergio Ramos gab zurück: „Wenn del Nido unsere Liga nicht gefällt, soll er sich eine andere suchen.“
Doch die Zahlen sind krass: Barca und Real streichen je 140 Millionen Euro TV-Einnahmen ein. Atletico Madrid und Valencia bekommen als nächste 42 Millionen - kleine Vereine gar nur 13 Millionen. Kein Wunder, dass seit 2003 nur Barca und Real den Titel holten. Neulich erst sagte Nationaltrainer Vicente del Bosque im kicker: „Solange Barca und Real so immense wirtschaftliche Vorteile haben, wird sich vermutlich nichts ändern.“
Es herrscht viel Frust fernab Reals und Barcas, bekanntlich wurde ja schon der erste Spieltag bestreikt. Am zweiten machte sich die Liga bei den Fans weiter unbeliebt: Die Radiosender waren ausgesperrt worden, sollen für die Übertragungen erstmals zahlen. Logisch eigentlich. Die geforderten 15 Millionen Euro sollen zu 85 Prozent an den Rechteinhaber Mediapro gehen. Der reicht sie, so ist zu hören, an Real und Barcelona weiter. Villarreals Roig frustiert: „Und wir erhalten 40.000.“
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
dereine schrieb:
> > [...]
> > Den Haushalt "auf Kante fahren" und bei den Planungen vom sportlichen
> > Idealverlauf auszugehen ist keine solide Finanzplanung, sondern naives
> > Wunschdenken. Ein Club der vernünftig kalkuliert, lässt sich genügend
> > finanziellen Spielraum, um auch eine sportliche Durststrecke durchstehen
> > zu können. Andernfalls werden im Falle eines Abstiegs trotz hoher Ausgaben
> > bei Betis gleich wieder die Geier kreisen. 
> >
> >
> > P.S.: Santa Cruz kommt natürlich nicht von Chelsea, sondern von ManCity.
> > (Mein Fehler im vorigen Posting.)
>
> @Sieston:
>
> Scheint aktuell Dein Lieblingsthema zu sein. 
> [...]
Spanien scheint mir im Bezug auf Fußall ein Land der Extreme zu sein.
Einerseits liegt die Wirtschaft nach wie vor am Boden und die Arbeitslosenquote
ist die höchste in Westeuropa. Zusätzlich muss das Land sparen und kämpft mit
der schwierigen Finanzierung des Staatsdefizits.
Andererseits wird Geld an die Fußball-Millionäre verschenkt, die nach wie vor mit
einem besonders niedrigen Steuersatz "verhätschelt" werden. Zusätzlich werden
abgewirtschaftete Clubs mit Hilfe des Insolvenzrechts künstlich am Leben gehalten.
Als wenn das nicht genug wäre, steuert die Primera División geradewegs auf
"schottische Verhältnisse" zu. Zwei Clubs beherrschen die Liga und die restlichen
Teams dienen nur noch als Sparringspartner oder Fußabtreter. Die Schere klafft
immer weiter auseinander. Im Grunde können sich Real und Barca nur noch gegenseitig
schlagen oder sich ab und zu selbst ein Bein stellen. Gääähhhhhnnnnnnnnnnn ! 
In Sevilla sind die Gegensätze besonders stark. Die Arbeitslosenquote liegt in
Andalusien weit über dem ohnehin sehr hohen Landesdurchschnitt. Dazu kommt ein
Club (Betis), der das nationale Insolvenzrecht schon seit einiger Zeit als "sanftes
Ruhekissen" missbraucht und mit dessen Hilfe sogar den Aufstieg geschafft hat.
Auf der anderen Seite gibt es den FC Sevilla, der nach meiner Kenntnis bisher relativ
gut gewirtschaftet hat und als einer der wenigen Clubs in Spanien solide Bilanzen
aufweist.
Fragt sich, was passiert, wenn Betis wieder einmal seine Rechnungen und Spieler-
gehälter nicht zahlen kann und sich unter den Sevillistas 'rumspricht, dass ihr
Club über die Einzahlungen in den Insolvenzfonds den verhassten Lokalrivalen
mit finanzieren muss... 
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Der FC Sevilla ist eine S.A.D. genau wie die meisten anderen Klubs.
Alle S.A.D.s haben eins gemeinsam, Dreck am Stecken!
Ansonsten hast Du natürlich mit allem Recht, auch wenn die aktuelle Lage nichts mit den Gehältern zu tun haben darf, die im Spitzensport gezahlt werden.
Es ist wirklich sehr, sehr schwierig da eine wirklich vernünftige Meinung zu vertreten.
Auch die Vormachtstellung von Barca und Real haben sie sich ja erarbeitet. Wettkampf ist halt Sport und wenn einer einmal besser ist, ist das genauso gut oder schlecht wie wenn er jedes mal erfolgreich ist.
Schwierig!
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
dereine schrieb:
> weltfussballDE schrieb:
> > <a
> href="http://www.weltfussball.de/entry/_121134_die-groesste-schweinerei-der-wel/">"Die
> > größte Schweinerei der Welt"</a>
>
> Siehe Antwort #773. 
Ich weiß garnicht, warum sich alle aufregen...wenn man öfter gezeigt wird, soll man auch mehr Geld bekommen.
|
Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Skeletor schrieb:
> dereine schrieb:
> > weltfussballDE schrieb:
> > > <a
> >
> href="http://www.weltfussball.de/entry/_121134_die-groesste-schweinerei-der-wel/">"
> ;Die
> > > größte Schweinerei der Welt"</a>
> >
> > Siehe Antwort #773. 
>
> Ich weiß garnicht, warum sich alle aufregen...wenn man öfter gezeigt wird, soll man
> auch mehr Geld bekommen.
Und gegen wen sollen die "GRoßen Zwei" spielen, wenn die anderen nicht mehr mitmachen? Eine Saison lang nur Classico? 38 Spiele? Das will irgendwann auch niemand mehr sehen.
Die Spanier sollen sich ein Beispiel an der Bundesliga nehmen. Scheiß Monopolisten!
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Re: Primera Division, Segunda Division, Copa del Rey, Fußball in Spanien
Ich finde die Verteilung der TV-Einnahmen auch sehr bedenklich und sehe das hier dringend Handlungsbedarf besteht. Auch die enorme Verschuldung der Clubs macht mir sorgen, wundert mich allerdings kaum, denn: Wenn schon die meisten Staaten über ihre Verhältnisse Geld ausgeben, ist es wirklich nicht verwunderlich das Vereine, Firmen, etc. es ihnen gleich tun.
Ich würde es ausserdem Begrüssen wenn die FIFA eine maximale Lohnlimite einführen würde. Es ist meiner meinung nach äusserst fragwürdig das Fussballer mittlerweile bis zu 30 millionen € im Jahr verdienen!
Es stört mich allerdings wenn Señor Roig die finanziellen Mittel mit der sportlichen Leistung gleichstellt. Natürlich erleichtert eine angenehm gefüllte Kasse so einiges, es garantiert aber keinen sportlichen Erfolg! Äusserungen wie: „Wenn man mir drei Jahre lang 150 Millionen Euro leiht, schaffe ich auch ein Team aus Messis und Cristianos.“ (Antwort #773)sehe ich als unpassend. Einfach nur teure Spieler zu kaufen macht einen noch lange nicht zum Meister, Bsp. Real Madrid oder Malaga. Vielmehr sollten Clubs ihre Jugenarbeit fördern und jungen Spielern eine Chance geben sich zu etablieren! Bei Barça stehen immerhin 13 Spieler im Kader die schon zu Jugendzeiten für den Club gespielt haben! (Pique und Fabregas nicht mitgezählt da die ja teuer wieder eingekauft werden mussten)Bei Villarreal mit einem grösseren Kader sind es 7!
Also gerechtere Verteilung: Ja, sportliches Versagen damit entschuldigen: Nein!
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