27.07.2017 21:00 Uhr

Sturm nach Pleite gegen Fener vor dem Aus

Sturm musste sich Fenerbahçe mit 1:2 geschlagen geben
Sturm musste sich Fenerbahçe mit 1:2 geschlagen geben

Sturm Graz steht nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Fenerbahçe in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League vor dem Aus. Zwar brachte Stefan Hierländer die Steierer am Donnerstagabend vor 15.323 Zuschauern, die für ein ausverkauftes Haus sorgten, früh in Führung (10.). Doch ein Eigentor von Dario Maresić (29.) und ein Kopfball-Treffer von Roman Neustädter (34.) sorgten noch für die Wende.

Es war die bereits achte Europacup-Heimniederlage en suite für Sturm. Damit sollte das Rückspiel für Fenerbahce in einer Woche im heimischen Sükrü Saracoglu-Stadion in Istanbul nur noch Formsache sein. Der Aufsteiger spielt im Playoff um einen Platz in der Gruppenphase der Europa League, für den Verlierer ist die Europacup-Saison dagegen zu Ende.

Sturm musste ohne Abwehrchef und Kapitän Christian Schulz auskommen. Der Deutsche, der zuletzt nach einem Hexenschuss hatte pausieren müssen, fiel diesmal wegen eines infizierten Bienenstichs an der Hand aus. Trotzdem erwischten die Grazer einen perfekten Start und durften bereits in der zehnten Minute das 1:0 bejubeln. Nach Vorarbeit von Deni Alar und Querpass von Thorsten Röcher in den Rückraum jagte Hierländer den Ball aus vollem Lauf wuchtig unter die Latte.

Wenig später wurde dann Philipp Zulechner von Ozan Tufan unsanft gestoppt und musste wegen einer Kapselbandverletzung im Sprunggelenk bereits nach einer Viertelstunde durch Philipp Huspek ersetzt werden. Beim von Charalampos Lykogiannis getretenen Freistoß aus rund 25 Metern hatte Tormann Volkan Demirel keine Probleme (14.). Allerdings patzte der Schlussmann dann bei einem aufgesetzten Schuss von Marvin Potzmann, doch Martin Škrtel klärte in höchster Not vor dem auf den Abstauber lauernden Alar (27.).

Nach dem Verletzungspech das Eigentor

Es hätte also sogar 2:0 für Sturm heißen können, doch nicht einmal zwei Minuten nach dieser Szene fiel der Ausgleich. Alper Potuk tankte sich auf der rechten Seite durch und traf mit seinem Stanglpass das Standbein von Dario Maresić, der dadurch den Ball unglücklich ins eigene Tor bugsierte. Danach war Sturm kurzzeitig komplett von der Rolle und kassierte nach einem Eckball von Mathieu Valbuena, den Neustädter per Kopf perfekt erwischte, das 1:2.

Sturm hätte aber fast postwendend zurückgeschlagen, als Alar nach einem Eckball von Peter Žulj nur um Sekundenbruchteile den Ball am langen Eck verpasste (37.). Zu solch hochkarätigen Chancen kamen die Gastgeber erst wieder kurz vor dem Schlusspfiff. Aufgrund einer erneuten Unsicherheit von Volkan bei einem Schuss von Marvin Potzmann (58.) probierte man es dann nach der Pause vermehrt aus der Distanz, verfehlte dabei das Ziel aber oft deutlich.

Die Gäste waren da schon gefährlicher, etwa durch einen knallharten Weitschuss von Nabil Dirar (55./knapp daneben) oder durch Sener Özbayrakli, der an Tormann Jörg Siebenhandl scheiterte (59.).

Doch eigentlich beschränkte sich der Meisterschaftsdritte der Türkei vorwiegend darauf, den Vorsprung mit starker Technik zu verwalten. So kam Sturm im Finish nochmals auf. Zunächst zeichnete sich Volkan bei einem Weitschuss von Fabian Koch aus, ehe er beim anschließenden Corner neuerlich patzte. Aber Škrtel reagierte erneut am schnellsten und verhinderte ein Abstaubertor von Fabian Schubert (91.).

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apa/red