06.12.2018 10:36 Uhr

Leon Goretzka spricht über seine "größte Angst"

Leon Goretzka will beim FC Bayern zum Führungsspieler reifen
Leon Goretzka will beim FC Bayern zum Führungsspieler reifen

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem "Coup", als Leon Goretzka ablösefrei vom FC Schalke 04 zum deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern wechselte. Dort reift Goretzka aktuell zum Führungsspieler - und kämpft gegen seine Ängste.

"Meine größte Angst war immer, ungenutztes Potenzial zu besitzen. Daher werde ich immer nach dem Größten streben, um das Maximale herauszuholen. Da befinde ich mich momentan auf einem guten Weg", sagte Goretzka im Gespräch mit "Sport1".

Er sei kein Freund davon, nur über eine mögliche Führungsrolle in der Mannschaft zu sprechen. "Will man ein Führungsspieler sein, ist es erstmal ganz wichtig, dass die Leistung auf dem Platz unumstritten und konstant gut ist", meinte Goretzka: "Erst dann kann man in gewisse Prozesse eingreifen, um hier und da zu helfen."

Trainer Niko Kovac beorderte Goretzka zuletzt aus der Offensive gemeinsam mit Joshua Kimmich auf die Sechser-Position, wo der Ex-Schalker auftrumpfte.

"Es ist natürlich eine wichtige Position. Der Trainer hat uns mitgegeben, dort für Ordnung zu sorgen und wieder in die defensive Kompaktheit zu kommen", erklärte Goretzka: "Natürlich leidet bei mir dann das Offensivspiel ein bisschen darunter, aber das Wichtigste ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist."

Leon Goretzka hofft auf Schützenhilfe von Schalke 04

Erfolgreich war der FC Bayern in der laufenden Bundesligasaison für seine Verhältnisse kaum. Am Samstag besteht im Derby gegen den 1. FC Nürnberg aber immerhin die Chance, auf den zweiten Tabellenplatz zu springen. Zur gleichen Zeit bestreitet Tabellenführer Borussia Dortmund das Revierderby gegen Goretzkas Ex-Verein Schalke.

"Persönlich finde ich es schade, dass es nicht das Topspiel wurde, denn ich hätte es mir sehr gerne um 18:30 Uhr angeschaut", sagte Goretzka, der auf Schützenhilfe der Ex-Kollegen hofft: "Ich würde mich freuen, wenn Schalke das Derby gewinnt. Gerade in der aktuellen Tabellensituation würde uns das natürlich doppelt helfen."