21.04.2019 12:18 Uhr

Hitzlsperger erklärt Weinzierl-Aus beim VfB

Thomas Hitzlsperger und dem VfB Stuttgart droht der Abstieg
Thomas Hitzlsperger und dem VfB Stuttgart droht der Abstieg

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart hat sich gut zwölf Stunden nach der Entlassung von Trainer Markus Weinzierl noch einmal ausführlich zu den Gründen für die Entscheidung geäußert.

"Das sind die schlimmsten Ostern, die ich je erlebt habe. Das hätte ich mir vor einigen Wochen in dieser Form nicht vorstellen können. Ich habe versucht, Kontinuität zu wahren und mit Markus Weinzierl den Klassenerhalt zu erreichen. Aber nach den letzten Wochen und dem gestrigen Spiel mussten wir neu nachdenken und alles hinterfragen. Deswegen kam es gestern zu der Entscheidung. Ich denke, dass es der richtige Schritt war", sagte Hitzlsperger bei "Sky".

Der VfB hatte im Anschluss an das desaströse 0:6 beim FC Augsburg die Reißleine gezogen und Weinzierl den Laufpass gegeben. 

Hitzlsperger erklärte, wie die Entscheidungsfindung ablief: "Wir waren alle brutal enttäuscht und haben uns deswegen nach der Rückkehr aus Augsburg noch einmal zusammengesetzt. Markus war dann genauso enttäuscht wie ich, als wir mit ihm gesprochen haben. Aber wir sind alle Profis und müssen auch harte Entscheidungen treffen."

Nico Willig "nur bis zum Saisonende" Trainer des VfB Stuttgart

Weinzierls Nachfolger ist der bisherige U19-Trainer Nico Willig, ein im Profi-Fußball bislang völlig unbeschriebenes Blatt. "Ich kenne Nico Willig gut, verfolge seine Arbeit seit mehreren Jahren. Er arbeitet inhaltlich sehr gut, bekommt seine Mannschaften immer auf den Punkt hin. Er ist schon im Verein und kennt die Abläufe. Er muss sich nicht einleben. Wir haben keine Garantie, bei niemandem", erklärte Hitzlsperger die Entscheidung für den Nobody.

Hitzlsperger bekräftigte, dass Willig nur eine Interimslösung beim VfB ist: "Wir haben klar abgesprochen, dass wir das so nur bis zum Saisonende machen werden. Dann schauen wir, wie wir weitermachen."

Hitzlsperger gab sich zuversichtlich, dass die aktuell auf Relegationsplatz 16 notierten Schwaben die Klasse halten. "Es ist noch viel möglich. Wir sind nach wie vor auf einem Relegationsplatz. Wir haben nur eine Möglichkeit: nach vorne blicken und uns auf das Spiel bei Borussia Mönchengladbach konzentrieren. Das müssen wir gewinnen. Hoffentlich ist mit dem neuen Trainer-Team auch ein neuer Spirit da, den braucht die Mannschaft jetzt", sagte der frühere Nationalspieler.