26.06.2019 07:56 Uhr

Favre plant um: Droht Götze die Reservistenrolle?

Droht Mario Götze beim BVB ein Platz auf der Bank
Droht Mario Götze beim BVB ein Platz auf der Bank

Mit sieben Toren und acht Vorlagen war Mario Götze in der vergangenen Bundesligasaison einer der Fixpunkte in der Offensive von Borussia Dortmund. Doch in der kommenden Spielzeit droht dem 27-Jährigen womöglich häufiger ein Platz auf der Bank. Grund sind neue Gedankenspiele von BVB-Trainer Lucien Favre.

Der Angriff auf den FC Bayern München hatte es in sich, führte aber nicht ganz zum erhofften Erfolg: Nachdem der BVB die Saison 2018/19 als Vizemeister beendete und den deutschen Meister beinahe vom Thron stieß, wagen die Schwarz-Gelben nun eine neue Attacke auf den übermächtigen Rekordmeister.

Um diesmal ganz oben zu stehen, ist Trainer Lucien Favre offenbar auch ein Mittel recht, von dem der Schweizer in der Vergangenheit zurückschreckte.

Wie "Sport Bild" erfahren haben will, denkt der Dortmunder Übungsleiter über einen Systemwechsel nach. Demnach könnte Favre von seinem bevorzugten 4-2-3-1 des letzten Jahres abrücken und künftig in einem 4-1-4-1 agieren lassen. So sollen die Stärken der Neuzugänge Julian Brandt und Thorgan Hazard besonders zur Geltung kommen.

Muss Mario Götze beim BVB auf die Bank?

Ein "Opfer" der Systemumstellung könnte Mario Götze werden. Während die vier Plätze hinter der Spitze für Sancho, Reus, Brandt und Hazard reserviert sind, wird vorne wohl 21-Millionen-Euro-Mann Paco Alcácer den Vorzug bekommen. Der Spanier war mit 18 Treffern der beste Dortmunder Torschütze der vergangenen Bundesliga-Saison.

Vor allem seine Vollstrecker-Qualitäten könnten Alcácer den Vorzug gegenüber Götze geben. Die "falsche Neun", die Götze zuletzt so erfolgreich ausfüllte, wäre in einem 4-1-4-1 weniger gefragt.

Was passiert beim BVB auf der Sechs?

Eine weitere Position, auf der eine Systemumstellung personelle Konsequenzen haben würde, wäre die des zweiten Sechsers. Axel Witsel ist als Abräumer gesetzt, muss nach einer starken Debütsaison im Trikot des BVB nicht um seinen Platz bangen. Anders sieht es dagegen bei Thomas Delaney und Julian Weigl aus.

Sowohl der Däne als auch der fünfmalige deutsche Nationalspieler müssen sich womöglich mit deutlich weniger Minuten zufrieden geben. Auch deshalb könnte Weigl nach einem geplatzten Wechsel in der Vorsaison erneut versuchen, einen neuen Verein zu finden.

In dieser Causa ist das letzte Wort aber offenbar noch nicht gesprochen.


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