15.07.2019 08:26 Uhr

Tempo-Maxime sorgt für "Euphorie" beim BVB

BVB-Coach Lucien Favre baut auf schnelle Spieler
BVB-Coach Lucien Favre baut auf schnelle Spieler

Mit Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Nico Schulz (TSG Hoffenheim) hat Borussia Dortmund der direkten Bundesliga-Konkurrenz in diesem Sommer gleich drei Leistungsträger entrissen, das Trio eint allerdings noch eine weitere Eigenschaft.

Schulz, Brandt und Hazard gehören allesamt zu den schnellsten Akteuren des deutschen Oberhauses und sollen dem - durch die flinken Marco Reus und Jadon Sancho ohnehin nicht langsamen - Spiel des BVB noch mehr Tempo verleihen. 

"Geschwindigkeit wird im Fußball immer wichtiger, weil du nur damit gegen gut sortierte Gegner zu Torchancen kommst. Du benötigst Tempo - im Eins-gegen-eins, im Umschaltspiel, bei den tiefen Läufen", bestätigt Sportdirektor Michael Zorc dem "kicker", dass enormes Tempo der neue Trumpf des BVB werden soll.

Stolz sind die Dortmunder auch auf ihre flinken Außenverteidiger: Real-Leihgabe Achraf Hakimi ist derzeit der einzige Spieler im BVB-Kader, der noch schneller ist als Neuzugang Schulz. "Schnellere Außenverteidiger als wir wird niemand haben", zitiert der "kicker" Dortmund-Boss Hans-Joachim  Watzke.

Beim BVB herrscht "große Euphorie"

Die neue Tempo-Maxime stärkt offenbar auch das Selbstbewusstsein im Ruhrgebiet. In Dortmund sei eine "große Euphorie" zu spüren, so BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl, der offensive Umgang mit den eigenen hohen Zielen beflügele die Menschen im Klub.

Das Abschneiden der letzten Spielzeit habe gezeigt, was möglich ist. "Wir sind nicht da, um am Ende um Platz drei zu spielen. Wir wollen das Maximale erreichen", erneuert Kehl die Kampfansage an Bayern und Co. Die Spieler hätten das forsche Saisonziel "mitformuliert", führt Kehl weiter aus, "und werden sich daran am Ende der Saison auch messen lassen müssen." 

Übrigens: Die Dreierkette, mit der Coach Lucien Favre beim 10:0-Sieg im Test gegen den Kreisligisten FC Schweinberg überraschte, werden die BVB-Fans in der kommenden Spielzeit wohl eher nicht erleben. Laut "kicker" war die von Favre ansonsten strikt gemiedene Variante lediglich mangelndem Personal geschuldet.