12.09.2019 09:28 Uhr

Union-Manager droht XXL-Kader mit Konsequenzen

Oliver Ruhnert spricht über den XXL-Kader von Union Berlin
Oliver Ruhnert spricht über den XXL-Kader von Union Berlin

Mit vier Punkten aus drei Spielen ist Aufsteiger Union Berlin überraschend gut in die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte gestartet. Allerdings droht den Hauptstädtern in den kommenden Wochen und Monaten womöglich ein hausgemachtes Problem.

Mit 33 Spielern ist der aktuelle Profikader der Eisernen quantitativ übermäßig gut besetzt. Dass nicht alle Spieler ihre Einsätze bekommen werden, liegt auf der Hand. Manager Oliver Ruhnert hat möglichen Quertreibern nun mit Konsequenzen gedroht.

"Es ist intern ganz klar so besprochen, dass jeder Spieler bleiben kann. Es gehört aber auch dazu, dann zu akzeptieren, wenn einer nicht spielt. Wenn ein Spieler damit nicht klarkommt, haben wir ein Problem - und dann kriegt auch der Spieler ein Problem", sagte Ruhnert im Interview mit dem "kicker".

"Es soll kein Spieler ankommen und jammern"

Die Spieler hätten vor Ablauf der Transfer-Deadline die Chance gehabt, den Klub zu verlassen, stellte Ruhnert klar. "Sie kennen die Größe des Kaders und die Einschätzung der sportlichen Leitung. [...] Das haben wir auch mit der Mannschaft besprochen. Sollte der eine oder andere dann ausscheren, muss er mit Konsequenzen rechnen."

Warum der Kader der Unioner diese ungewöhnlichen Ausmaße angenommen hat, liegt laut Ruhnert an der großen Chance, die sich den Berliner mit dem Aufstieg in die Bundesliga eröffnet hat. "Man kann keinem Spieler verdenken, dass er gerne in der 1. Liga spielen möchte", sagte der Manager, der abermals betonte: "Es soll nur bitte auch kein Spieler ankommen und jammern, dass der Kader zu groß wäre, weil jeder Spieler ja auch die Möglichkeit gehabt hätte, nicht Teil des Kaders zu sein."