12.09.2019 12:51 Uhr

Gedankenspiele: So könnte Schalke ab sofort auflaufen

Wie läuft der FC Schalke gegen Paderborn auf?
Wie läuft der FC Schalke gegen Paderborn auf?

Mit vier Punkten aus den ersten drei Bundesliga-Spielen ist der FC Schalke unter David Wagner im Soll. Dabei musste der Trainer an den ersten Spieltagen viele personelle Probleme lösen. Das hat sich nun schlagartig geändert. Vor dem Duell gegen den SC Paderborn stehen Wagner zahlreiche verletzte Spieler wieder zur Verfügung. Was macht der Coach aus seiner Qual der Wahl? Einige Aufstellungsvarianten in der Übersicht.

Bisher ließ sich David Wagner nicht von seinem Kurs abbringen. Ob Bayern München, Borussia Mönchengladbach oder SV Drochtersen/Assel: Der neue Trainer der Königsblauen setzte stets auf ein 4-2-3-1. Stärken und Schwächen des Schalker Systems wurden dabei offen gelegt. 

Während die Defensive trotz personeller Umbaumaßnahmen einen soliden Job verrichtete, hing die Offensivabteilung der Knappen meist in der Luft. Wenig Tempo, wenig Kreativität, kaum Überraschungsmomente und so gut wie keine Durchschlagskraft kennzeichneten das Angriffsspiel. Veränderungen in der Startelf werden die Folge sein.

Wie plant Wagner? Wer versetzt der Offensive neuen Schwung? Wer verliert seinen Platz im Team? Die Aufstellungsvarianten in der Übersicht:

  • Variante 1: Safety First

Kaum Veränderungen, wenig Risiko
Kaum Veränderungen, wenig Risiko

Will Wagner wenig Risiko eingehen, könnte er auf die bewährten Kräfte setzen. Der genesene Sané, der beim 3:0 gegen Hertha sein Saisondebüt feierte, könnte neben Nastasić auflaufen. Alternativ stünde auch Benjamin Stambouli als Innenverteidiger parat. 

Das Duo McKennie/Mascarell hat seinen Platz im defensiven Mittelfeld wohl sicher. Davor war es bislang an Harit, Raman, Caligiuri und Burgstaller für die Tore zu sorgen - mit überschaubarem Erfolg. Das Problem bei dieser Aufstellung liegt auf der Hand: Es fehlen neue Impulse.

  • Variante 2: Jugend forscht

Setzt Wagner auf die Jugend?
Setzt Wagner auf die Jugend?

Mit den neuen personellen Möglichkeiten könnte Wagner seine Startelf extrem verjüngen. Miranda (19), Kabak (19) und Kutucu (19) scharren schon mit den Hufen und können es kaum erwarten, ihre Chance von Anfang an zu bekommen.

Als sicher gilt, dass 15-Mio.-Mann Kabak endlich debütieren darf. Ob Miranda auf der linken Seite Bastian Oczipka verdrängt, hängt davon ab, wie der Youngster die Länderspielreise mit der spanischen U21 verkraftet hat. Kutucu ist eher der "Außenseitertipp" für die Startelf - vor allem auf dem Flügel. Dabei ging von den Außen bislang kaum Gefahr aus. Frischer Wind wäre hier durchaus angebracht.

Wieder einsatzbereit ist auch Mark Uth. Nach dem Null-Tore-Ligastart von Guido Burgstaller könnte der Ex-Nationalspieler den Platz in der Sturmspitze übernehmen.

  • Variante 3: Neue Impulse aus dem Zentrum

Neue Impulse aus dem Zentrum?
Neue Impulse aus dem Zentrum?

Nach den unglücklichen Auftritten von Neuzugang Benito Raman könnte Wagner mit dieser Aufstellung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen würde er dem Belgier, der in der EM-Quali erstmals mit der Nationalmannschaft unterwegs war, eine womöglich dringend benötigte Pause verschaffen. Zum anderen könnte Wagner den angriffslustigen Mark Uth auf dessen Wunschposition stellen.

Amine Harit würde derweil auf den Flügel rücken. Eine Position, die er in der Vergangenheit immer wieder mal ausfüllte. 

  • Variante 4: Wagner'sche Revolution?

Stellt Wagner auf 4-4-2 um?
Stellt Wagner auf 4-4-2 um?

Am Wagner'schen 4-2-3-1 führt kein Weg vorbei! Oder doch? Das Personal für eine Systemumstellung steht dem Coach mittlerweile zur Verfügung. Dank Mark Uth könnte Wagner dem bislang glücklos agierenden Guido Burgstaller eine zweite Spitze zur Seite stellen. Umso mehr offensive Verantwortung würde allerdings auf dem Abräumer-Duo McKennie/Mascarell liegen.

Der Wechsel zum 4-4-2 wäre zweifellos ein Wagnis. Gleichzeitig könnte es aber auch einen Versuch wert sein.

  • Variante 5: Neue Spitze, neues Glück?

Neue Spitze, neues Glück?
Neue Spitze, neues Glück?

Möglich auch, dass Wagner weiter auf Raman setzt, dem Belgier mit Miranda einen Spieler mit Offensivdrang in den Rücken und einen Spieler mit technisch hervorragenden Fähigkeiten an die Seite stellt. Harit könnte so eine Pause bekommen und sich von den Länderspielstrapazen erholen.

In der Innenverteidigung kann der Schalker Coach aus dem Vollen schöpfen. Auch Matija Nastasic ist eine Option. Allerdings hat der Serbe in der EM-Quali gegen Portugal nicht gut ausgesehen. Wahrscheinlicher ist ein Einsatz von Salif Sané - oder eben Benjamin Stambouli.