09.10.2019 07:54 Uhr

BVB-Mannschaftsrat bringt Favre zum Standard-Umdenken

BVB-Trainer Lucien Favre ließ sich von einer Taktik-Veränderung überzeugen
BVB-Trainer Lucien Favre ließ sich von einer Taktik-Veränderung überzeugen

Seitdem Lucien Favre die Geschicke bei Borussia Dortmund übernommen hat, hat der BVB mit großen Problemen bei gegnerischen Standards zu kämpfen. Der Coach hielt lange an seiner bevorzugten Raumdeckung fest. Jetzt soll die Mannschaft den Schweizer aber umgestimmt haben.

Wie die "Sport Bild" berichtet, hat sich Favre nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen mit dem Mannschaftsrat rund um Marco Reus, Lukasz Piszczek, Mats Hummels, Axel Witsel und Roman Bürki zusammengesetzt.

Dabei sollen die Spieler ihren Coach dazu bewegt haben, die Zuordnung bei gegnerischen Standards zu verändern. Statt der Raumdeckung stellte der BVB gegen Slavia Prag und gegen den SC Freiburg auf eine Manndeckung um und blieb ohne Standard-Gegentor.

"Das passt besser zu uns. Dadurch ist die Aufmerksamkeit besonders hoch", stellte Reus vor Kurzem im "kicker" fest.

BVB-Keeper Bürki kritisierte Favre scharf

In der vergangenen Saison hatte Favre noch fest an seiner Raumdeckung festgehalten. "Wir verteidigen wie 99 Prozent der Mannschaften. Fast jedes Team in Europa spielt so. Keine Mannschaft auf der Welt spielt Mann-gegen-Mann", verteidigte der Coach seine Taktik.

Favres Festhalten an der Raumdeckung hat bereits im April für Verärgerung im Team gesorgt. "Ich sage da nichts mehr zu, das habe ich oft genug getan", hatte BVB-Keeper Roman Bürki im Gespräch mit "Sport Bild" gesagt: "Das müssen jetzt auch mal andere erkennen. Es ärgert mich, aber ich rege mich im Spiel nicht mehr auf. Das ist mir die Energie nicht wert."