26.10.2019 14:02 Uhr

Trotz Rekord-Pleite: Hasenhüttl schließt Rücktritt aus

Ralph Hasenhüttl übernimmt nach der Rekord-Pleite die volle Verantwortung
Ralph Hasenhüttl übernimmt nach der Rekord-Pleite die volle Verantwortung

Das Debakel hatte sich schon zur Halbzeit abgezeichnet, der deprimierte Trainer Ralph Hasenhüttl musste von der Seitenlinie die Rekord-Niederlage des FC Southampton gegen Leicester City mitansehen.

Nach dem 0:9 (0:5) am Freitagabend in der englischen Premier-League entschuldigte sich der Österreicher bei den Fans und übernahm die "volle Verantwortung für dieses entsetzliche Resultat".

Ein Rücktritt ist für den 52-Jährigen aber offenbar kein Thema. "Wir müssen uns wieder aufrichten und das ist in den nächsten Tagen meine Aufgabe", erklärte Hasenhüttl nach der schwärzesten Stunde seiner Laufbahn als Coach gegenüber der "BBC". "Es war schrecklich anzusehen. Die Leistung war ein Desaster, ich habe noch nie ein Team so auftreten gesehen, da war kein Kampf für irgendetwas."

Die frühe Rote Karte für Ryan Bertrand (12.) wollte der Steirer nicht als Ausrede gelten lassen.

Hasenhüttl hatte das Team nach der Amtsübernahme Anfang Dezember 2018 in der vergangenen Saison aus den Abstiegsplätzen geführt. Dorthin rutschten die nun schon fünf Spiele sieglosen Saints, die nur zwei von bisher zehn Matches gewonnen haben, wieder ab.

Pierre-Emile Höjbjerg: "Kann als Kapitän nur meinen Kopf hinhalten"

Der Coach hatte vor dem Match an die Unterstützung der Fans appelliert. Am Freitagabend zeigte er für die Pfiffe Verständnis. "Ich verstehe, dass die Zuschauer früher gegangen sind. Jeder, der geblieben ist, ist ein wahrer Fan dieses Fußball-Clubs."

Was er der Mannschaft gesagt habe, wollte der Steirer nicht öffentlich machen. "Das bleibt in der Kabine."

Kapitän Pierre-Emile Höjbjerg entschuldigte sich in einem Video auf der Klub-Website bei den Fans. "Ich kann als Kapitän nur meinen Kopf hinhalten für das Team und sagen, dass wir weiterkämpfen müssen", erklärte der dänische Nationalspieler. Stürmer Nathan Redmond meinte, der Abend habe "Stoff für Albträume" geliefert.