23.11.2020 09:54 Uhr

Medien: ManCity zieht sich aus Messi-Poker zurück

Verlässt Lionel Messi den FC Barcelona?
Verlässt Lionel Messi den FC Barcelona?

Im Sommer wurde das Unvorstellbare fast zur Realität. Lionel Messi wollte den FC Barcelona verlassen - blieb letztendlich aber nur, weil die Katalanen ihrem Superstar einen Abgang verwehrten. Die Zeichen stehen dennoch auf Abschied. Mit Manchester City bringt sich ein potenzieller neuer Klub für Messi in Stellung.

 

  • Manchester City gibt Messi auf
  • Messi genervt: "Habe es satt, immer das Problem zu sein!"
  • Manchester City wagt neuen Anlauf
  • Barca muss Messi irren Bonus zahlen
  • Diese Bedingungen stellt Messi an eine Verlängerung

Update 23.11.2020, 9:45 Uhr

Manchester City hat den Kampf um Lionel Messi aufgegeben. Nachdem der Klub von Pep Guardiola im Sommer noch über einen Transfer des Argentiniers nachdachte, ist dieses Kapitel nun geschlossen, berichtet "Sky"-Expertin Semra Hunter.

"Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass Manchester City nicht für Messi bieten wird. Stand heute ist diese Tür geschlossen", sagte Hunter, die zwei Gründe für den Ausstieg der Sky Blues aus dem Poker nannte: "Sein Alter und die Finanzen. Er biegt in die zweite Lebenshälfte ein und ist nicht mehr der Messi, den wir aus den letzten 17 Jahren kennen. [...] Dazu kommen die Finanzen, die für jeden Klub eine große Belastung wären, gerade mitten in einer globalen Pandemie."

Sollte Messi den FC Barcelona weiterhin verlassen wollen und sich Manchester tatsächlich aus dem Poker zurückziehen, blieben dem Superstar kaum noch Alternativen. Paris Saint-Germain ist einer der wenigen, womöglich gar der einzige Klub, der den Deal finanziell stemmen könnte. 

Update 19.11.2020, 10:04 Uhr

Auch unabhängig der wieder zunehmenden Wechsel-Spekulationen um seine Person zeigte sich Lionel Messi am Donnerstag ausgesprochen dünnhäutig. 

"Ich habe es langsam satt, bei allem immer das Problem im Klub zu sein", sagte der 33 Jahre alte Stürmer bei der Ankunft in Barcelona nach zwei WM-Qualifikationsspielen mit der argentinischen Nationalelf in Südamerika. "Messi explodiert", titelte die Fachzeitung "Mundo Deportivo".

Auf dem Flughafen der katalanischen Hauptstadt war der nach dem Interkontinentalflug sichtlich erschöpfte Profi am Mittwoch auf dem Weg zu seinem Wagen von einer Traube von Journalisten und Fans belagert worden. Dabei fragte ihn ein Medienvertreter, was er zu den Äußerungen eines Ex-Agenten seines französischen Teamkollegen Antoine Griezmann sage. Eric Olhats hatte den sechsfachen Weltfußballer heftig kritisiert und von einem "Terror-Regime" des Argentiniers gesprochen. "Du bist entweder für ihn oder gegen ihn."

Sichtbar gestresst von der langen Rückreise nach Spanien merkte Messi zusätzlich an: "Darüber hinaus warteten nach einem 15-stündigen Flug die Steuerbehörden auf mich. Es ist Wahnsinn."

Update 18.11.2020, 10:40 Uhr

Nachdem Manchester City mit den Transferbemühungen um Lionel Messi im Sommer gescheitert ist, wollen die Citizens im Januar einen neuen Anlauf wagen. Das berichtet die "Sun".

Demnach bereitet sich der Premier-League-Klub auf eine erneute Offerte im Winter vor. Von einer Ablösesumme in Höhe von weniger als 56 Millionen Euro ist die Rede. Dass Barca finanziell in der Klemme steckt, soll Manchester City dabei entgegen kommen.

Messi ist nur noch bis zum Ende der Saison an die Katalanen gebunden. Eine Verlängerung seines Arbeitspapieres ist unwahrscheinlich. Will Barca noch Geld mit dem argentinischen Superstar machen, müsste er im Winter verkauft werden.

Update 16.11.2020, 09:50 Uhr

Im Sommer 2020 verkündete Lionel Messi überraschend, dass er den FC Barcelona verlassen wolle. Die Katalanen bestanden allerdings darauf, dass der Superstar seinen Ende Juni 2021 auslaufenden Vertrag erfüllt. Dem Klub könnte der Vertragspoker aber letztlich noch teuer zu stehen kommen.

Zehn Torbeteiligungen in zehn Pflichtspielen 2020/21 (6 Tore/4 Vorlagen) unterstreichen eindrucksvoll die enorme Bedeutung von Messi für den FC Barcelona, "ESPN" zufolge müssen die Katalanen für die vermeintlich letzte Saison des Argentiniers in ihrem Trikot aber gleich doppelt tief in die Tasche greifen. 

Neben seinem königlichen Gehalt, Messi soll laut "statista.com" etwa 35 Millionen Euro netto pro Saison einstreichen, soll im Sommer 2021 ein Loyalitätsbonus von 33 Millionen Euro fällig werden. Dieser muss dem Bericht zufolge übrigens selbst dann gezahlt werden, wenn Messi den Klub tatsächlich verlässt, so "ESPN" mit dem Verweis auf nicht näher genannte Quellen aus dem Umfeld des Klubs.

Gerade angesichts der grassierenden Corona-Pandemie eine große Bürde für den FC Barcelona. Unlängst gab der Klub bekannt, infolge ausbleibender Einnahmen Gehaltsanpassungen in Höhe von 191 Millionen Euro vornehmen zu müssen.

Update 12.11.2020, 09:32 Uhr

Der im Sommer von Lionel Messi eingereichte Wechselwunsch erschütterte den FC Barcelona in seinen Grundfesten. In den letzten Wochen hat sich die Situation rund um den Superstar nur geringfügig beruhigt. Schon im Januar könnte das Theater von vorne losgehen.

Noch ist alles andere als sicher, ob Lionel Messi auch in der Saison 2021/22 das Trikot des FC Barcelona tragen wird. Zwar entschied sich der Argentinier trotz Wechselwunsch zum Wohle des Klubs in diesem Jahr für einen Verbleib, ein Abschied im kommenden Sommer ist aber immer noch möglich. Die Hürden für eine Zukunft bei Barca sind offenbar hoch.

Spanische Medien berichten, dass der Superstar eine Vertragsverlängerung bei den Katalanen an einige Bedingungen knüpft. Laut "Marca" die wichtigste: der neue Präsident. Nur wenn der Nachfolger vom zurückgetretenen Josep Maria Bartomeu den Argentinier mit seinen Plänen überzeugt, wird Messi ein neues Arbeitspapier unterschreiben, heißt es.

Messi wolle wissen, wie und mit wem der Klub auf dem Posten des Sportdirektors plant, wie die Ideen auf der Trainerposition aussehen und was das Vorgehen auf dem Transfermarkt sein wird, schreibt die "Marca".

Dazu wird angeblich auch das sportliche Abschneiden des FC Barcelona bei der Entscheidung Messis eine Rolle spielen. Heißt: Nur wenn der Klub erfolgreich ist und eine Mannschaft hat, die um die großen Titel mitspielen kann, wird "La Pulga" Barca eine zweite Chance geben. 

Eine Entscheidung über seine Zukunft wird Messi "Marca" zufolge erst am Ende der Saison treffen. So könne er die laufende Spielzeit in Gänze bewerten. 

Update 10.11.2020, 11:32 Uhr

Im Sommer 2019 blätterte der FC Barcelona satte 120 Millionen Euro auf den Tisch, um Antoine Griezmann von Atlético Madrid loszueisen. Eine Summe, die der Offensivspieler auf dem Platz bislang noch nicht rechtfertigen konnte. Dass der Franzose den mit der horrenden Ablöse verbundenen Erwartungen hinterherläuft, liegt angeblich vor allem an Barca-Platzhirsch Lionel Messi.

"Antoine stieß zu einem Klub, bei dem Messi alles im Blick hat. Er ist Kaiser und König und hieß Antoines Verpflichtung nicht willkommen. Er bedauerte es und ließ ihn das auch spüren", behauptet Griezmanns Ex-Berater Eric Olhats gegenüber "France Football". 

Er habe zwar Griezmann mehrfach sagen hören, dass es kein Problem mit Messi gebe, aber niemals wahrgenommen, dass der Argentinier die Spekulationen widerlege. In den Medien kursierten schnell Gerüchte, die beiden Superstars würden nicht miteinander auskommen, Messi Griezmann sogar auf dem Spielfeld ignorieren. Eine Behauptung, die Olhats bestätigt.

Er geht in seinen Aussagen allerdings noch weiter und erhebt schwere Vorwürfe gegen Messi. Der 33-Jährige führe beim FC Barcelona "ein Terror-Regime". "Entweder du bis für ihn, oder du bist gegen ihn", so Olhats. Messi habe für "traumatische Bedingungen" für Griezmann gesorgt, die Spuren hinterlassen hätten. 

Update 01.11.2020, 10:06 Uhr

Der FC Barcelona wird immer mehr zum Chaos-Klub. Finanziell droht den Katalanen die Pleite, sportlich ist das Team in der spanischen Liga nur noch Mittelmaß. Und die Kontinuität, die einst auf der Trainerbank herrschte, ist längst Geschichte.

Ex-Coach Quique Setién glaubt, dass ausgerechnet Lionel Messi den Job auf der Barca-Bank so kompliziert macht - und blickt zurück auf das Debakel gegen den FC Bayern in der Champions League.

"Ich denke, dass Messi der Beste aller Zeiten ist", lobte der im August nach nur sieben Monaten entlassene Setién den argentinischen Superstar im Interview mit "El País". Zwar habe es schon viele großartige Spieler gegeben, "aber die Kontinuität, die dieser Junge über Jahre gezeigt hat, hatte noch niemand. Wenn überhaupt, dann Pelé", schwärmte der 62-jährige Fußballlehrer von seinem ehemaligen Schützling.

Doch so gut Messi auch ist, leichter hat er Setién das Leben auf der Trainerbank nicht gemacht. "Es gibt Spieler, die sind nicht so leicht zu trainieren. Zu ihnen gehört auch Leo. Das stimmt. Man muss immer im Hinterkopf haben: Er ist der Beste aller Zeiten. Wer bin ich, dass ich ihn ändern sollte?", erklärte der ehemalige Barca-Trainer, dass es durchaus schwierig ist, seine Ideen mit einem Spieler wie Messi im Kader umzusetzen.

Update 11.10.2020, 12:28 Uhr

Einige Wochen lang sah es so aus, als könne Lionel Messi dem FC Barcelona schon in diesem Sommer den Rücken kehren. Manchester City brachte sich damals übereinstimmenden Medienberichten zufolge als aussichtsreicher Abnehmer für den argentinischen Superstar in Stellung - und liebäugelt auch für 2021 mit einer Messi-Verpflichtung.

"Er ist der beste Spieler der Welt, er ist der beste Spieler seiner Generation, er macht den Unterschied auf und neben dem Platz. Jeder Klub der Welt würde sich mit der Möglichkeit beschäftigen, ihn zu verpflichten", sagte Omar Berrada, Chief Operating Officer beim englischen Vizemeister, den "Manchester Evening News".

Dass Messi, dessen Kontrakt bei den Katalanen nach der Saison ausläuft, zuletzt mit einem Wechsel zu City in Verbindung gebracht wurde, zeige "wie weit unser Team in den letzten Jahren gekommen ist", ergänzte Berrada.

Messi könne "wahrscheinlich eine Ausnahme bei potentiellen Investitionen, die wir machen würden" sein, erläuterte der City-Manager. Es sei angesichts der Entwicklungen bei Barca allerdings "unmöglich vorauszusagen", wie sich die Situation um den 33-Jährigen im kommenden Sommer darstelle, so Berrada.

"Wir müssen auf jeder einzelnen Position vorbereitet sein, weil so viele Dinge passieren können. Gleichzeitig denke ich, dass wir die finanzielle Stärke und die Systemfähigkeit haben, um bei Bedarf Investitionen zu tätigen."

Berrada erinnerte jedoch auch daran, dass die Sky Blues mit Sergio Agüero und Gabriel Jesus "zwei der besten Stürmer der Welt" in ihren Reihen hätten. City habe vor diesem Hintergrund "keine Eile" bei der Suche nach möglichen Verstärkungen für die Offensivabteilung.

Update 30.09.2020, 12:25 Uhr

Lionel Messi will die Streitigkeiten mit dem FC Barcelona hinter sich lassen. Nach der spektakulären Wechsel-Posse gab sich der Weltfußballer nun versöhnlich.

Fast schon erwartungsfroh blickte Lionel Messi gen Himmel, auf seinen Schultern trug er das Trikot, das er so sehr liebt. Natürlich wählten sie dieses Foto des Weltfußballers, der nach Zeiten des Aufruhrs beim FC Barcelona zu beschwichtigen versucht. "Messi bittet um Frieden und Einheit", titelte die katalanische Tageszeitung "Sport" in übergroßen weiß-gelben Lettern über dem Abbild des prägendsten Gesichts in Barcas Vereinsgeschichte. Der Kleinkrieg scheint vorbei.

Messi hat offenbar genug von den Zwistigkeiten mit der Vereinsführung. Er wolle "nach all den Unstimmigkeiten gerne einen Punkt hinter die Sache machen", sagte er im Interview mit "Sport": "Wenn ich Fehler gemacht habe, dann nur, um Barca stärker und besser zu machen." Alles vergessen also. Messi will vor allem den Fans zu verstehen geben, dass sie sich nicht um ihn oder den Klub zu sorgen brauchen: Alle, die hinter dem FC Barcelona stünden, "müssen zusammenhalten. Das Beste wird noch kommen."

Update 25.09.2020, 12:25 Uhr

Lionel Messi hat den FC Barcelona für die Art und Weise der Verabschiedung seines langjährigen Teamkollegen und guten Freundes Luis Suárez heftig kritisiert.

"Die Wahrheit ist, dass mich an diesem Punkt nichts mehr überrascht", schrieb der 33-jährige Argentinier in seiner Abschiedsbotschaft auf Instagram.

"Du hättest es verdient, verabschiedet zu werden als das, was du bist: einer der wichtigsten Spieler in der Geschichte des Klubs", schrieb Messi: "Und nicht verabschiedet zu werden, wie sie es gemacht haben."

Der uruguayische Torjäger fiel dem Umbruch unter dem neuen Trainer Ronald Koeman zum Opfer und unterschrieb beim Ligakonkurrenten Atlético Madrid einen Zweijahresvertrag.

Update 12.09.2020, 21:00 Uhr

Der argentinische Fußball-Superstar Lionel Messi bleibt auch nach den jüngsten Querelen um seine Person erster Kapitän des spanischen Spitzenklubs FC Barcelona.

Wie die Katalanen am Samstag mitteilten, wurde der 33-Jährige in seinem Amt bestätigt, das er seit dem Abschied von Andres Iniesta 2018 innehat. Die weiteren Mannschaftsführer sind in der dritten Saison in Folge Sergio Busquets, Gerard Pique und Sergi Roberto.

Update 04.09.2020, 19:04 Uhr

Die Tauziehen zwischen Lionel Messi und dem FC Barcelona ist nach zehn Tagen vorbei, mit dem schlechteren Ende für den sechsmaligen Weltfußballer.

Messi muss sich dem Willen seines Vereins beugen und bleibt - wohl zähneknirschend - beim spanischen Vizemeister. Er habe nicht den "Klub seines Lebens" vor Gericht schleppen wollen, erklärte der 33-Jährige in einem am Freitagabend veröffentlichten Interview bei "goal.com" und "Spox". In einem Jahr kann er aber ablösefrei gehen.

Messi wollte den Klub, für den er bereits seit seinem 13. Lebensjahr kickt, in diesem Sommer vor Ablauf seines bis Juni 2021 laufenden Vertrages verlassen. Das hatte er der Chefetage der Katalanen per Einschreiben am 25. August mitgeteilt. Die Hiobsbotschaft hatten Klub und "Culés" - die Fans des FC Barcelona - nur elf Tage nach dem desaströsen 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern in Lissabon erhalten.

Doch nun können alle aufatmen, die Seifenoper ist zu Ende, Messi bleibt in Barcelona und weiterhin Klubkamerad von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen. Vereinspräsident Josep Bartomeu habe ihm klargemacht, dass er jetzt nur bei Aktivierung der im Vertrag festgeschriebenen Ablöseklausel hätte wechseln können, sagte der Argentinier im Interview. Diese Ablöse beträgt nach Medienberichten 700 Millionen Euro. "Und das ist unmöglich", räumte Messi ein.

"Die andere Option", erklärte der Profi im Interview, "war, dass ein Richter es klärt. Aber ich würde niemals gegen Barça vor Gericht ziehen, weil es der Klub ist, den ich liebe. Der mir alles gegeben hat, seit ich hierherkam. Es ist der Klub meines Lebens."

Messi war eigentlich davon überzeugt, dass er ablösefrei hätte wechseln dürfen. Er berief sich auf eine Klausel in seinem Vertrag, die es ihm erlauben sollte, einseitig zu kündigen und sogar ablösefrei zu wechseln. Die Frist war jedoch zu diesem Zeitpunkt schon abgelaufen, wie nicht nur der Verein, sondern auch die spanische Profiliga in den vergangenen Tagen mehrfach betonte.