25.11.2020 10:55 Uhr

Medien: Löw-Entlassung kostet DFB acht Millionen Euro

Joachim Löw und sein Trainerteam müssen eine 0:6-Niederlage gegen Spanien verantworten
Joachim Löw und sein Trainerteam müssen eine 0:6-Niederlage gegen Spanien verantworten

Wie geht es mit Bundestrainer Joachim Löw weiter? Vertraglich ist der 60-Jährige noch bis zur Dezember-WM 2022 in Katar an den DFB gebunden, vorausgesetzt er übersteht die angekündigte Analyse Anfang Dezember. Bei einer Trennung winkt Löw angeblich eine hohe Abfindung.

Joachim Löw könnte einem Bericht von "Bild" zufolge im Falle einer Entlassung satte acht Millionen Euro bekommen. Der Bundestrainer verdiene derzeit inklusive Prämien ein Jahresgehalt in Höhe von vier Millionen Euro. 

Laut dem Boulevardblatt enthält sein derzeitiges Arbeitspapier eine Klausel, die beide Vertragspartner befähigt, den Kontrakt zu einem bestimmten Zeitpunkt vorzeitig aufzulösen. In dem Fall wäre keine Abfindung für Löw fällig. Ob diese Klausel aber noch gültig ist, sei rechtlich noch zu prüfen.

So wurde im 2018 unter der Federführung des damaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel aufgesetzten Vertrag festgehalten, dass beide Parteien nach der EM 2020 von einer Trennungs-Klausel Gebrauch machen können. Die Frage ist nun, ob die Klausel ihre Gültigkeit verloren hat, nachdem das Turnier in den kommenden Sommer verschoben werden musste.

Bei einer Trennung: Zwei Szenarien denkbar?

Demnach seien zwei Szenarien denkbar: Sollte die Klausel noch bis zum Ende der EM 2021 gültig sein, müsste der deutsche Fußball-Verband dem Bundestrainer im Falle einer Trennung im Dezember 2020 lediglich ein halbes Jahresgehalt zahlen. Sollte die Klausel mittlerweile verstrichen sein, hätte Löw Anspruch auf die zwei vollen Jahresgehälter.

Hinzu kommt laut "Bild", dass Löw nicht der einzige Trainer im DFB-Team wäre, der seinen Hut nehmen müsste. Sollten auch die Verträge mit Co-Trainer Marcus Sorg, Torwarttrainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenthaler aufgekündigt werden, käme "mindestens" noch eine Million Euro pro Jahr hinzu.