04.04.2021 13:33 Uhr

Rapper bedroht Ex-Schalker Kehrer auf Twitter

Ex-Schalker Thilo Kehrer (r.) wurde nach dem Lille-Spiel heftig beleidigt
Ex-Schalker Thilo Kehrer (r.) wurde nach dem Lille-Spiel heftig beleidigt

Paris Saint-Germain unterlag OSC Lille am Samstagabend im Ligue-1-Spitzenspiel mit 0:1. Der Frust im Lager des Meisters ist groß, aufseiten der Offiziellen sowie der Fans. Zu weit ging allerdings der französische Rapper Mokobe, der den Ex-Schalker Thilo Kehrer wüst beschimpfte und ihm sogar mit einem Kopfstoß drohte.

Trotz fehlender Zuschauer in den Stadien ist der Fußball weiterhin ein hochemotionales Geschäft. Aktuellstes Beispiel ist das aus Sicht von Paris Saint-Germain verlorene Spitzenspiel gegen den OSC Lille, das Rapper Mokobe auf Twitter gegen Thilo Kehrer schießen lässt.

"Du bist echt ne Null, du verdienst es nicht, das Trikot von PSG zu tragen. Du verdienst eine Voodoo-Puppe, Arschloch", zitiert "Bild" den inzwischen wieder gelöschten Tweet Mokobes. "Du bist ein Hochstapler, eine Wurst, ein Schwindler. Wenn ich dich treffe, verpasse ich dir einen Kopfstoß. Du gehörst ins Bett. Wechsle die Sportart und komm' nie wieder."

Kehrer stand nach Adduktorenbeschwerden und zwei Spielen auf der Bank erstmals seit einem Monat wieder in der PSG-Startelf. Gegen Lille fälschte er den entscheidenden Treffer von Jonathan David unglücklich ab. Nach rund einer Stunde nahm Mauricio Pochettino Kehrer aus der Partie. In der hitzigen Schlussphase kassierte auch noch Superstar Neymar die Gelb-Rote Karte.

Nach Abgang vom FC Schalke 04: Für Thilo Kehrer läuft es durchwachsen

PSG droht nun der Super-GAU. Der Gewinn der nationalen Meisterschaft ist längst zum Minimalziel geworden. Durch den Erfolg am Samstagabend ist das zuvor punktgleiche Lille nun also vorbeigezogen. Die Doggen vermitteln angesichts von lediglich drei verlorenen Partien in dieser Saison nicht den Eindruck, die eroberte Tabellenführung noch mal abgeben zu wollen.

Kehrer wechselte 2018 für rund 40 Millionen Euro vom FC Schalke 04 nach Paris. An der Seine verlief sein bisheriger Aufenthalt genauso wie die laufende Saison: äußerst wechselhaft.

Die anhaltenden Adduktorenbeschwerden, eine Operation sowie die Infektion mit dem Coronavirus lassen Kehrer erst knapp über 1.300 Einsatzminuten verbuchen.