15.05.2021 20:54 Uhr

Rode mit schonungslosem Klartext nach Eintracht-Pleite

Sebastian Rode (l.) geht nach der Pleite von Eintracht Frankfurt mit sich und dem Team hart ins Gericht
Sebastian Rode (l.) geht nach der Pleite von Eintracht Frankfurt mit sich und dem Team hart ins Gericht

Die Qualifikation für die Champions League zum Greifen nah, kassierte Eintracht Frankfurt am Samstag eine überraschende 3:4-Pleite gegen den bereits sang- und klanglos abgestiegenen FC Schalke 04, dem zu allem Überfluss reihenweise Spieler fehlten. Ein Umstand, der vor allem einen Star der Eintracht auf die Palme brachte: Sebastian Rode.

"Wenn eine Mannschaft, die schon abgestiegen ist, den Sieg mehr will, als eine Mannschaft, die noch in die Champions League einziehen kann, dann ist das sehr, sehr ernüchternd", sprach Rode nach der Partie gegenüber "Sky" schonungslos Klartext und wohl vielen Fans von Eintracht Frankfurt aus dem Herzen.

Bei seiner Kritik lässt sich der Mittelfeldspieler allerdings ausdrücklich nicht außen vor. "Da nehme ich mich mit ein. Es ist die ganze Mannschaft samt Trainer, die heute versagt hat. Da gibt es auch keine Entschuldigung für." Die Chance in die Champions League zu kommen, sei einmalig gewesen, "jetzt ist es so gut wie vorbei".

Eintracht Frankfurt verliert beim FC Schalke 04: "Das ist unmöglich"

Mit einem Sieg hätte die Eintracht wieder Borussia Dortmund vorbei auf Platz vier ziehen können, durch die Niederlage bleibt der BVB allerdings mit einem Punkt vor den Hessen. Allerdings können die Borussen am Sonntag gegen den 1. FSV Mainz 05 (18:00 Uhr) mit einem Sieg nun uneinholbar davonziehen. Punktet der Drittplatzierte VfL Wolfsburg zudem gegen RB Leipzig (Sonntag, 20:30 Uhr) ist die Teilnahme an der kommenden Saison der Königsklasse wohl endgültig Geschichte.

Mit seiner Kritik steht Rode übrigens nicht alleine da: "Wenn du heute hier 2:1 führst, musst du das Ding eigentlich runterspielen und selber auf einen Konter warten, aber du kannst nicht 30 Sekunden später das 2:2 kassieren, dann das 3:2 und das 4:2. Das ist unmöglich", wetterte auch Mitspieler Timothy Chandler.

Viele Fans der Eintracht verorten den Hauptschuldigen derweil auf der Trainerbank. In den Social-Media-Kommentaren zur Partie bekam vor allem Coach Adi Hütter sein Fett weg. Der Österreicher wechselt nach der Spielzeit zu Borussia Mönchengladbach. Nachdem er seinen Wechsel verkündete, erfolgte der große Einbruch der Frankfurter.

Während der scheidende Sportchef Fredi Bobic keinen Zusammenhang erkennen wollte und stattdessen den "souveränen Einzug in die Europa League" hervorhob, erklärte Rode: "Dass uns der Abgang von Adi Hütter beeinflusst, ist nicht mehr von der Hand zu weisen."