31.07.2021 11:27 Uhr

Reus realistisch: "Bayern immer noch das Maß aller Dinge"

BVB-Kapitän Marco Reus zollt dem FC Bayern Respekt
BVB-Kapitän Marco Reus zollt dem FC Bayern Respekt

Kapitän Marco Reus von Pokalsieger Borussia Dortmund will auch in der kommenden Saison mit dem BVB wieder auf Titeljagd gehen. 

"Wenn ein Verein wie Borussia Dortmund diese Ziele nicht hat, dann weiß ich nicht, wovon wir sprechen sollen", sagte der Offensivspieler im Interview bei "Sky": "Natürlich wissen wir, dass Bayern immer noch das Maß aller Dinge ist. Aber jedes Jahr ist immer alles möglich."

In den vergangenen Jahren war der BVB immer wieder an der Konstanz gescheitert. Das soll diese Saison anders werden. "Wir müssen natürlich Spieltag für Spieltag alles auf den Platz bringen", sagte Reus. Er selber wolle "immer das Maximum erreichen", damit es "mal die Meisterschaft sein kann oder in der Champions League weit geht. Dass wir die Qualität dafür haben, haben wir oft genug gezeigt."

Die starke Mentalität aus dem Endspurt der vergangenen Saison, als der BVB einen zwischenzeitlichen Rückstand von zehn Punkten auf die Champions-League-Plätze noch aufholen konnte, soll ein Schlüssel zum Erfolg werden.

"Wie wir auf dem Platz standen und mit dieser Energie dem Gegner unser Spiel aufgezwungen haben, das ist das, was wir uns vornehmen müssen. Wir sind eine Truppe, die liefern kann, wenn sie muss. Wir müssen aber den Schalter mal umlegen, dass wir immer liefern können", erklärte der 32-Jährige.

Die knappe Vorbereitung sei allerdings nicht optimal für einen reibungslosen Start in die neue Spielzeit. Zumal viele Nationalspieler das Trainingslager nach der EM komplett verpasst haben und erst mit Verspätung das System des neuen Trainers Marco Rose erlernen müssen.

Reus sieht Rose-System beim BVB als den richtigen Schritt

"Das wiegt natürlich schwer, weil das wichtige Spieler sind, die uns weiterhelfen und die die Qualität auf den Platz bringen. Von daher ist das keine einfache Situation für den Trainer und für uns alle. Aber wir müssen das so annehmen und das werden wir in den Pflichtspielen genauso machen", gab sich Reus kämpferisch.

Grundsätzlich halte er die Taktik unter Rose für einen Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es sicherlich an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf gebe.  

"Ich denke, dass wir einfach flexibler sein müssen und dass der Trainer auch nicht auf ein System festgelegt werden möchte. Dann hast du einfach mehr Möglichkeiten. Die Dinge muss man aber einfach ausprobieren. Das wird vielleicht nicht von heute auf morgen gehen, aber wir sind sehr offen dafür." Für ihn selbst spiele es dabei keine Rolle, ob er als Stürmer oder auf der Zehn zum Einsatz komme, betonte Reus.

Von Neuzugang Donyell Malen zeigte sich Reus derweil begeistert. "Er hat letztes Jahr bei Eindhoven viele Assists und Tore erzielt. Man sieht, dass er ein sehr guter Spieler ist", sagte Reus, jetzt müsse sich der Niederländer "gut akklimatisieren und die taktischen Wünsche des Trainers kennenlernen."