12.09.2021 11:00 Uhr

Lyon schämt sich für Boateng-Kampagne

Jérôme Boateng wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt
Jérôme Boateng wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt

Die Verurteilung von Ex-Bayern-Profi Jérôme Boateng wegen vorsätzlicher Körperverletzung hat nicht nur in Deutschland für ein großes Echo gesorgt. Auch im europäischen Ausland war der Schuldspruch gegen den Abwehrspieler ein Thema. Vor allem in Lyon, Boatengs neuer Heimat. 

Wie die "Bild" erfahren haben will, habe das Urteil gegen den ehemaligen deutschen Nationalspieler und Sommer-Neuzugang den Verein schockiert. Gerade in den öffentlichkeitswirksamen Bereichen des französischen Erstligisten fürchte man einen Imageschaden. 

Problematisch vor allem: Boateng sollte eigentlich das neue Gesicht von Olympique Lyon werden. Der Ex-Profi des FC Bayern ist einer der, wenn nicht sogar der größte Name im aktuellen Kader von "OL". Neben Xherdan Shaqiri wurde er in diesem Sommer als zweiter Star verpflichtet. Nun schäme man sich über die Kampagnen mit dem Abwehrspieler, erklärte eine namentlich nicht genannte Mitarbeiterin des Klubs gegenüber "Bild".

Darf Boateng weiter für Lyon-Spiele werben?

Auf die Ereignisse reagiert hat Olympique Lyon bislang noch nicht. Der Klub bestätigte bisher lediglich, dass Boateng im Kader für das kommende Ligaspiel am Sonntag gegen Strabourg steht. Auch Trainer Peter Bosz verriet auf der Spieltags-Pressekonferenz, dass der Deutsche für die Partie eine Option ist. Boateng habe in den vergangenen Tagen "sehr gut trainiert", sagte der Niederländer. 

Die bereits geschalteten Werbe-Anzeigen mit Boateng zog "OL" vor dem möglichen Debüt des prominenten Neuzugangs nicht zurück. Nicht klar ist, ob der Klub einen solchen Rückzug womöglich sogar geplant hatte, letztlich in der Kürze der Zeit aber nicht mehr umsetzen konnte.

Ob Boateng auch in der Zukunft für die Spiele von Olympique Lyon werben darf und den Klub in Zeitungsanzeigen und von Werbetafeln repräsentiert, ist laut "Bild" ebenfalls offen.