28.09.2021 10:05 Uhr

Neururer kritisiert Grammozis nach Fährmann-Degradierung

Sieht den Torwart-Wechsel beim FC Schalke 04 kritisch: Peter Neururer
Sieht den Torwart-Wechsel beim FC Schalke 04 kritisch: Peter Neururer

Die Degradierung von Ralf Fährmann zum Ersatztorwart beim FC Schalke 04 schlägt immer noch hohe Wellen. Trainer Dimitrios Grammozis hat mit der risikoreichen Rochade zwischen den Pfosten einen Fehler gemacht, findet Kult-Coach Peter Neururer.

Das Ergebnis und der Spielverlauf gaben Dimitrios Grammozis Recht: Mit 2:0 gewann der FC Schalke 04 das immens wichtige Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock am Samstagabend. Einmal mehr war es Torjäger Simon Terodde, der beide Treffer für die Königsblauen erzielte und seiner Mannschaft damit drei Punkte sicherte.

Aber auch Martin Fraisl auf der Torwartposition war einer der Garanten für den Schalker Sieg. In zwei bis drei Situationen zeigte der vor der Partie anstelle des etatmäßigen Stammkeepers zur Nummer eins beförderte Österreicher gute Aktionen. Die weiße Weste beim Debüt im S04-Trikot war der verdiente Lohn.

FC Schalke 04: "Kleiner Wackler" bei Martin Fraisl

Peter Neururer, seines Zeichens ehemaliger Cheftrainer des FC Schalke 04 und intimer Kenner der Fußball-Szene, sieht Grammozis' Torwart-Wechsel nicht ganz so unproblematisch.

"Martin Fraisel hatte nur einen kleinen Wackler drin. Wenn aber aus diesem kleinen Wackler ein Gegentor passiert, hat nicht nur Schalke 04 ein Problem, sondern auch der Trainer", sagte Neururer am Montagabend bei "Sport1".

"Eigenartige Spieleröffnung" beim FC Schalke 04

Fährmann könne man nichts vorwerfen, so der 66-Jährige. "Er sah beim 0:1 gegen Karlsruhe nicht gut aus, es war aber kein Torwartfehler. Er ist nicht der größte Fußballer aller Zeiten, das ist schon seit 20 Jahren bekannt. Aber das muss er auch nicht, er soll Bälle halten. Das macht er in hervorragender Form."

Fährmann habe Probleme gehabt, "weil er massiv in eine eigenartige Spieleröffnung eingebunden wird", übte Neururer wenig verhohlene Kritik an Grammozis. "Bis auf die Spieleröffnung kann man Ralf Fährmann nichts vorwerfen. Da muss intern etwas gewesen sein, sonst kann Dimitrios so eine Entscheidung nicht treffen. Er hat die Nummer drei zur Nummer eins gemacht. Grammozis konnte nicht wissen, wie dieser Spieler unter Druck reagiert."