14.10.2021 08:32 Uhr

Markige Gisdol-Sprüche: Jede Rettungsmission erfolgreich!?

Markus Gisdol trainierte in Deutschland zuletzt beim 1. FC Köln
Markus Gisdol trainierte in Deutschland zuletzt beim 1. FC Köln

An Selbstbewusstsein mangelt es Markus Gisdol nicht. Seit der letzten Woche ist der 52-Jährige neuer Cheftrainer bei Lokomotive Moskau, soll den Meister von 2018 zurück in die Spitzengruppe der Premier Liga führen. Von seinen eigenen Qualitäten ist Gisdol derweil überzeugt, wie die zumindest eigenwillige Interpretation seiner Vita bei der TSG 1899 Hoffenheim, beim Hamburger SV und beim 1. FC Köln offenbart.

Gisdol stellte im Gespräch mit dem "kicker" unumwunden klar: "Jede meiner Rettungsmissionen in der Bundesliga war erfolgreich. Ich bin nie abgestiegen. Alles andere ist hypothetisch und längst abgehakt."

Eine Aussage, die vor allem beim 1. FC Köln und beim Hamburger SV für Verwunderung sorgen könnte. Der Faktencheck bestätigt zwar, dass Markus Gisdol bei allen seinen drei Bundesliga-Stationen seine Klubs im ersten Jahr zwar tatsächlich vor dem Gang in die 2. Liga bewahrte. 

Mit der TSG Hoffenheim schaffte er dank eines Siegs beim BVB am letzten Spieltag 2012/2013 noch den Sprung auf den Relegationsplatz und feierte mit den Kraichgauern anschließend den Klassenerhalt. 

2016/2017 rettete sich auch der HSV unter seiner Verantwortung am letzten Spieltag, und auch der 1. FC Köln hielt mit Markus Gisdol als Cheftrainer die Bundesliga.

In Hoffenheim, Hamburg und Köln auf einem Abstiegsplatz vorzeitig entlassen

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Fußballlehrer in seinen zweiten Saisons bei allen Bundesliga-Stationen gnadenlos gescheitert war. In Hoffenheim wurde er als Tabellenvorletzter vorzeitig entlassen, in Hamburg zwei Jahre später ebenfalls. Und auch in Köln trennte sich der Klub im zweiten Jahr von Gisdol, nachdem er im April 2021 auf einem direkten Abstiegsplatz stand. 

Für Gisdol alles längst Vergangenheit, wie er selbst im Gespräch mit dem Fachmagazin betonte: "Ich schaue nur nach vorn."

Aus seinen großen Ambitionen in der russischen Hauptstadt machte er dabei keinen Hehl: "Bei Hoffenheim, dem HSV oder in Köln war ich immer als Retter gefragt, als Feuerwehrmann. Doch davor hatte ich stets Mannschaften, mit denen ich mehr Spiele gewonnen als verloren habe. Das will ich jetzt mit Loko wieder schaffen. Wir wollen um Titel mitspielen."