18.10.2021 11:18 Uhr

BVB-Boss erklärt den Leistungssprung von Thomas Meunier

Thomas Meunier (r.), hier mit BVB-Knipser Erling Haaland
Thomas Meunier (r.), hier mit BVB-Knipser Erling Haaland

Die Formkurve von Thomas Meunier zeigt beim BVB bereits seit Wochen steil nach oben. Der belgische Rechtsverteidiger, der in seiner Debüt-Saison bei Borussia Dortmund noch häufig als fehlerbehafteter Sündenbock herhalten musste, spielt sich derzeit mehr und mehr in der Vordergrund bei den Schwarz-Gelben, für die er am Samstag trotz Zeh-Verletzung auflief und 90 Minuten durchhielt.

Die Statistiker zählten beim 3:1-Heimerfolg des BVB gegen den 1. FSV Mainz 05 sogar die besten Werte, die der Defensivmann in diesem Spieljahr bislang vorweisen konnte: Fast zwölf gelaufene Kilometer (meiste auf dem Feld), 120 Ballaktionen (meiste auf dem Feld) und 86 gespielte Pässe (zweitmeiste auf dem Feld) waren der Beleg für die erneute Top-Leistung des Belgiers, der nur dank eines Spezialschuhs überhaupt auflaufen konnte.

Meunier selbst erklärte sich seinen jüngsten Schub vor allem damit, dass er sich selbstkritisch und intensiv mit seinen Defiziten aus dem letzten Jahr auseinandergesetzt habe.

Auch BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl bestätigte das im Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten": "Ich glaube, dass die Leistungen von Thomas deutlich besser und stabiler sind als in der letzten Saison. Das liegt auch daran, dass er für sich entschieden hat, die letzten Saison abzuhaken und wir gemeinsam einen neuen Anlauf genommen haben."

Meunier beim BVB noch nicht an Leistungsgrenze angekommen

In seiner ersten Saison bei den Westfalen hatte Meunier seinen Stammplatz unter dem damaligen Cheftrainer Edin Terzic in der Rückrunde verloren. Insgesamt lief der 30-Jährige nur noch sieben Mal in der Rückserie auf, galt dabei zu häufig als Unsicherheitsfaktor im Aufbauspiel und zu harmlos bei eigenen Ballaktionen. 

Genau an diesen Aspekten hat der 52-fache belgische Nationalspieler zuletzt weiter gearbeitet und sich in der laufenden Saison bereits dreimal als direkter Torvorbereiter feiern lassen können.

BVB-Macher Kehl zeigte sich zuversichtlich, dass das absolute Top-Level des Außenverteidigers dabei noch immer nicht erreicht ist: "Er ist auf einem guten Weg, hat zuletzt starke Leistungen gezeigt und wird an seinem hundertprozentigen Rhythmus weiter hart arbeiten", versprach der Ex-Kapitän der Dortmunder Borussia.