13.01.2022 20:17 Uhr

Fehlstart für Cuisance - Ex-BVB-Talent knipst vergeblich

Mickael Cuisance verließ den FC Bayern unlängst in Richtung FC Venedig
Mickael Cuisance verließ den FC Bayern unlängst in Richtung FC Venedig

Viele bekannte Gesichter aus dem deutschen Fußball spielen inzwischen weitgehend unbeachtet von den deutschen Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: Ein Spieler, der dem FC Bayern erst kürzlich den Rücken kehrte, ein Ex-Talent des SV Werder Bremen und der einsame Kampf eines einstigen BVB-Youngsters.

Begleitet von großen Erwartungen 2019 von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München gewechselt, verließ Mickael Cuisance den deutschen Rekordmeister nach zweieinhalb enttäuschenden Jahren unlängst in Richtung des italienischen Erstligisten FC Venedig. Der Start des Franzosen in der "schwimmenden Stadt" lässt allerdings nicht Gutes erahnen.

Am 09. Januar, keine Woche nach seiner Unterschrift, fand sich Cuisance zwar direkt in der Startelf des FC Venedig wieder, gegen den in allen Belangen überlegenen AC Mailand setzte es allerdings eine 0:3-Pleite. Auffällig: Als Coach Paolo Zanetti Cuisance nach 60 Minuten erlöste, konnte Milan keinen Treffer mehr erzielen.

Wenig verwunderlich, dass sich der 22-Jährige drei Tage später bei der der 0:2-Pokalpleite gegen Atalanta Bergamo auf der Ersatzbank wiederfand. Cuisance gehörte auch nicht zu den fünf Wechseloptionen seines Trainers.

Als durchaus problematisch könnte sich erweisen, dass Cuisance, der laut "Bild"-Reporter Christian Falk schon an der Säbener Straße intern als "Stinkstiefel" galt, gleich bei seiner Vorstellung in Venedig von sich aus hohe Ansprüche an seine Person befeuerte.


Mehr dazu: Flop des FC Bayern galt intern als "Stinkstiefel"


Das Trikot mit der Nummer 21 habe er gewählt, da niemand geringeres als der Ex-Weltfußballer Zinédine Zidane einst mit dieser Zahl für Furore sorgte, außerdem verfüge er aufgrund des Zusammenspiel mit "großen Champions" beim FC Bayern und Olympique Marseille über reichlich Erfahrung auf und abseits des Platzes, betonte der ehemalige französische Juniorennationalspieler bei seiner Vorstellung. Große Töne, denen nun allerdings auch Taten folgen sollten.

Begleitet von ausufernden Erwartungen begann einst auch Levent Aycicek beim SV Werder Bremen seine Profilaufbahn, wo der Offensivspieler zwischen Februar 2014 und April 2015 zwei Treffer in 14 Pflichtspielen erzielen konnte. Der Durchbruch blieb dennoch aus.

Über die Stationen TSV 1860 München und SpVgg Greuther Fürth wechselte Aycicek im Januar 2019 schließlich in die zweite türkische Liga. Dort steht er seit dem Sommer 2021 bereits bei seinem dritten Arbeitgeber unter Vertrag. Der vergangene Samstag dürfte beim einstigen deutschen U20-Nationalspieler allerdings Eindruck hinterlassen haben.

Gegen Abstiegskandidat Denizlispor zog Ayciceks Klub Bandirmaspor, der noch mitten im Rennen um den Aufstieg mitmischt, nach 35 Minuten bereits mit 3:0 in Führung - dann folgte aus dem Nichts das böse Erwachen. In den zweiten 45 Minuten spielten die Gäste wie ausgewechselt, ließen Bandirmaspor keine Zeit zum Atmen mehr und gewannen schließlich mit 4:3. Zwei der Treffer fielen, nachdem Aycicek in der 58. Minute eingewechselt wurde.

Tore eines einstigen BVB-Youngsters sind nicht genug

Niederlagen kennt auch Jonas Arweiler zu Genüge: Das ehemalige Top-Talent von Borussia Dortmund kickt seit der Saison 2018/19 in den Niederlanden und setzte im Oranje-Fußball durchaus schon das ein oder andere kleine Ausrufezeichen, für die ganz großen Aufgaben reichte es bislang allerdings nicht.

Seit Saisonbeginn schnürt der Offensivspieler die Schuhe für Almere City in der zweiten Liga. Mit neun Toren in 20 Einsätzen gehört Arweiler zu den erfolgreichsten Spielern der Liga, konnte aber auch nicht verhindern, dass Almere in der Tabelle den vorletzten Rang bekleidet. Sinnbildlich dafür war der vergangene Montag: Gegen die zweite Mannschaft der PSV Eindhoven erzielte Arweiler das zwischenzeitliche 1:1, sein Klub ging dennoch mit 1:5 baden.

Marc Affeldt