07.08.2022 12:42 Uhr

Bobic: Aufschwung bei Hertha BSC "eine Frage der Zeit"

Steckt mit Hertha BSC schon wieder in der Krise: Fredi Bobic
Steckt mit Hertha BSC schon wieder in der Krise: Fredi Bobic

Geschäftsführer Fredi Bobic glaubt trotz des verkorksten Saisonstarts an einen baldigen Aufschwung bei Hertha BSC.

"Wir sind sicher, dass es eine Frage der Zeit ist, bis die Ergebnisse besser werden. Wir haben erst den ersten Spieltag hinter uns", sagte Bobic im Doppelpass von "Sport1".

Hertha BSC war in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig ausgeschieden und hatte zum Bundesliga-Auftakt im Derby gegen Union Berlin eine bittere 1:3-Klatsche kassiert.

"Die Kompromisslosigkeit von Union, auch in den Zweikämpfen, konnte unsere Mannschaft nicht mitgehen. Das fehlt uns noch. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen", sagte Bobic.

Keine Führungsspieler im Kader von Hertha BSC?

Der Klub-Chef ergänzte: "Das Trainerteam hat es in der Vorbereitung richtig, richtig gut gemacht. Aber die Mannschaft muss sich noch etwas finden. Ich erwarte, dass wir von Spiel zu Spiel hart arbeiten. Wir müssen jetzt nicht darauf schauen, was in drei Wochen ist."

"Entscheidend" werde sein, so Bobic, "wie viel Energie bekommen wir in die Mannschaft hinein. Und wie schnell finden die Spieler ihre Rollen."

Kritik, es gebe keine Führungsspieler im Kader von Hertha BSC, trat Bobic entgegen: "Wir haben Spieler, die vorangehen, aber natürlich nicht in Hülle und Fülle." Der 50-Jährige nannte in diesem Zusammenhang Marvin Plattenhardt und Kevin-Prince Boateng.

Hertha BSC "spät drin im Transfermarkt"

Bobic verwies in seiner Bewertung des Saisonstars auf die erschwerten Rahmenbedingungen bei der Personalplanung. "Wir waren durch die Relegation sehr spät drin im Transfermarkt. Das hat es für uns nicht einfach gemacht. Das macht es auch für den Trainer nicht einfach."

Es gebe im aktuellen Aufgebot noch den ein oder anderen Spieler mit Wechselabsichten. "Das kann die anderen auch etwas runterziehen. In den kommenden Wochen wird aber noch etwas passieren. Wir müssen den Kader abspecken, um Geld einzusparen", sagte Bobic.