17.08.2022 10:01 Uhr

"Was wäre gewesen": Bayern-Wechsel lässt Werner nicht los

Timo Werner wäre einst fast beim FC Bayern gelandet
Timo Werner wäre einst fast beim FC Bayern gelandet

Nach zwei persönlich unbefriedigenden Jahren beim FC Chelsea ist Timo Werner jüngst zu RB Leipzig zurückgekehrt. Dass er damals statt in London fast beim FC Bayern gelandet wäre, lässt ihn noch immer nicht komplett los.

"Ich habe ab und zu gedacht: Was wäre gewesen, wenn...", gestand der Nationalspieler im Interview mit der "Sport Bild".

Vor seinem Wechsel zu den Blues hatte es monatelang Gerüchte über das Interesse aus München gegeben. Insbesondere der damalige Bayern-Trainer Hansi Flick galt als großer Fan des schnellen Angreifers.

"Aber Hansi Flick war dann ein Jahr später weg und keiner hätte gewusst, wie es weitergeht. So wie es war, war es perfekt für mich. Ich habe nur im letzten halben Jahr zu wenig gespielt", ordnete Werner die Dinge ein. 

Sein Gefühl, zu wenig Spielpraxis an der Themse zu erhalten, habe sich in der Vorbereitung letztlich bestätigt. "In einem Jahr, in dem eine WM stattfindet, wollte ich die Teilnahme am Turnier nicht riskieren. Jetzt war der richtige Zeitpunkt zu wechseln", so der 53-fache Nationalspieler.

Gerade wegen des Eigentümer-Wechsels fand sich der Angreifer aber in einer mehr als ungewissen Lage wieder, weil unklar gewesen sei, ob und für wie viel Geld ihn Chelsea ziehen lassen würde.

Werner will dem FC Bayern Konkurrenz machen

Ein Schnellschuss sei seine Rückkehr nach Leipzig allerdings nicht gewesen, sondern eher ein akribisch geplanter Schritt. "Der Kontakt zu RB war lose seit zwei, drei Monaten da. Leipzig hat immer kommuniziert, dass sie den Transfer machen wollen, wenn sie es finanziell realisieren können. Das 'Können' war immer ein Fragezeichen, bei vielen interessierten Klubs", räumte der Champions-League-Sieger von 2021 ein.

Eben weil die WM für ihn einer der Gründe für den Wechsel war, habe er auch mit dem Bundestrainer über seine Entscheidung gesprochen.

"Jeder weiß, dass wir ein gutes Verhältnis haben. Gerade als es Richtung Entscheidung ging, was ich mache – es gab noch andere Optionen –, habe ich ihn angerufen. Seine Meinung war für mich die letzten eineinhalb Jahre sehr wichtig", so Werner.

Flick habe ihn letztlich bestärkt, in diesem Sommer den Verein zu wechseln und wieder für Leipzig auf Torejagd zu gehen.

Mit den Roten Bullen will der ehemalige Stuttgarter nun nichts Geringeres, als den FC Bayern zu entthronen: "Wir wissen, wie schwer es wird, die Meisterschaft zu gewinnen, weil Bayern so überragend ist. Aber auch in Deutschland wird es irgendwann einen anderen Meister geben. Das muss in den nächsten Jahren auch unser Ziel sein."