19.08.2022 12:52 Uhr

Medien: Gladbach hofft auf akutes Interesse an Eberl

Max Eberl leitete über Jahrzehnte die Geschicke bei Borussia Mönchengladbach
Max Eberl leitete über Jahrzehnte die Geschicke bei Borussia Mönchengladbach

Ende Januar 2022 ließ Max Eberl die Bombe platzen und verkündete auf einer emotionalen PK, dass er seinen Posten als Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach niederlegt, "erschöpft und müde" sei und "mit Fußball nichts mehr zu tun haben" wolle. Knapp sieben Monate später wird über eine Rückkehr ins Business spekuliert. Angeblich ist Eberl ein Thema bei RB Leipzig. In den Medien heißt es nun durchaus überraschend, dass Gladbach das Szenario durchaus begrüßen würde.

"Bei Gladbach, das wissen wir, macht man sich große Hoffnung, dass dieses Interesse noch akuter wird [...], denn Eberl hat ja noch bis 2026 Vertrag", führt Chefredakteur Sport Matthias Brügelmann im "Bild"-Podcast "Reif ist Live" aus.

Eine Aussage, die darauf anspielen dürfte, dass Gladbach im Falle eines Wechsels von Eberl nach Leipzig prinzipiell noch eine Ablöse kassieren könnte. Im Januar einigte man sich darauf, den bestehenden Vertrag nicht aufzulösen, ein Gehalt kassiert Eberl von den Borussen allerdings nicht mehr. 

Die Vorstellung, dass Gladbach Geld für den langjährigen Sportboss verlangen könnte, sagt Reporter-Urgestein Marcel Reif hingegen gar nicht zu. Eberl habe die Fohlenelf lang genug geprägt, nun auf eine Ablöse zu bestehen, würde dem 72-Jährigen zufolge dem Anstand widersprechen. "Dazu ist Gladbach auch ein zu feiner Klub", schließt Reif das Szenario aus. 

Wie heiß das Thema überhaupt ist, steht allerdings ohnehin noch in den Sternen. RB Leipzigs Boss Oliver Mintzlaff bestätigte gegenüber "Sky" zwar: "Es kommt einer, weil wir den auch brauchen. Zu RB Leipzig gehört ein starker sportlicher Mann, ein Aushängeschild", kommentierte den Namen Max Eberl jedoch nicht konkret, sondern erklärte nur, man schließe derzeit nichts aus.

Aus Gladbach vernahm man am Donnerstag, dass noch keine Offerte erhalten habe. "Wir haben keine Anfrage vorliegen, und deshalb ist das auch kein Gesprächsthema bei uns", erklärte  Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof dem Internetportal "t-online.de".

Anfang August betonte aber zumindest Eberls Nachfolger in Gladbach, Roland Virkus: "Ich habe mit Max Eberl zehn Jahre hervorragend zusammengearbeitet. Er ist ein Top-Manager. Wenn er wieder in der Bundesliga auftaucht, dann freut einen das."