15.09.2022 22:57 Uhr

Köln feiert gelungenes Heimdebüt in der Conference League

Der 1. FC Köln jubelt über den Sieg in der Conference League
Der 1. FC Köln jubelt über den Sieg in der Conference League

Viele Tore, ein lautes Stadion - aber keine Gewalt: Eine Woche nach den Krawallen von Nizza hat der 1. FC Köln sein erhofftes "friedliches Fußballfest" auf europäischer Bühne bekommen.

Die Mannschaft von Steffen Baumgart gewann am zweiten Spieltag der Conference League gegen den 1. FC Slovácko aus Tschechien ein wildes Spiel mit 4:2 (2:0).

"Affengeil" sei das Gefühl gewesen, sagte Baumgart im TV-Sender "RTL": "Schön ist, dass man nach einem 2:2 wieder da ist, souverän aus meiner Sicht immer wieder nach vorne gespielt hat."

Gegen einen anfangs deutlich unterlegenen Gegner brachten Sargis Adamyan (10.) und Florian Dietz (42.) den FC in Führung. Jan Kalabiska (49.) und Milan Petrzela (52.) sorgten in kürzester Zeit für den Ausgleich, Dejan Ljubicic (65., Foulelfmeter/73.) traf doppelt zum Sieg.

Die eigentlich nicht sonderlich brisante Begegnung war unter den Eindrücken des Kölner Duells beim OGC Nizza (1:1) von der UEFA zum Risikospiel hochgestuft worden - was letztlich wirkte wie Symbolpolitik. Der kleine Gäste-Klub brachte am späten Donnerstagabend lediglich rund 200 Fans mit, auch auf den Heimtribünen blieb vor 47.700 Zuschauern wie erwartet alles ruhig.

Kölns Aufstellung als Wagnis

Baumgarts Aufstellung indes war ein Wagnis. In Kapitän Jonas Hector, Timo Hübers, Ellyes Skhiri und Florian Kainz nahmen vier Leistungsträger zunächst auf der Bank Platz - für den FC war es das elfte Spiel in knapp sieben Wochen.

Die ersten Minuten gaben Baumgart recht. Der FC begann drückend, und nach einer Ecke vollendete Adamyan zur frühen Führung. Kurz vor der Pause war auch Dietz nach einem Eckball erfolgreich, zwischendurch allerdings hielt Köln den Gegner mit einfachen Ballverlusten im Spiel. Marvin Schwäbe musste zweimal stark retten (34./43.) - war aber beim Doppelschlag nach der Pause zweimal machtlos.

Gegen die Tschechen um den früheren Leverkusener Michal Kadlec brachte Baumgart nun doch noch Skhiri und Hector. Die Ordnung kehrte damit zwar nicht wirklich zurück, Köln wurde aber zielstrebiger. Ljubicic holte den v vorentscheidenden Foulelfmeter selbst heraus - und traf wenig später erneut.