06.10.2022 13:30 Uhr

Presse: "Das bitterste Ende und eine unnötige Erniedrigung"

Der BVB hat das Schicksal von Sevilla-Coach Lopetegui besiegelt
Der BVB hat das Schicksal von Sevilla-Coach Lopetegui besiegelt

Nicht dominiert, dennoch hoch gewonnen: Der BVB offenbarte im Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla einige Schwächen, setzte sich am Ende aber trotzdem deutlich mit 4:1 durch. In der spanische Presse spielte das Ergebnis am Tag nach dem Spiel allerdings keine Rolle. Viel größer war der Ärger darüber, dass Trainer Julen Lopetegui von seinem jetzigen Ex-Klub öffentlich zur Schau gestellt wurde. Die Pressestimmen:

  • Spanien

"Marca": Eine unnötige Erniedrigung! Es war das bitterste Ende und auch unfair für Lopetegui, der gegen Borussia Dortmund auf der Bank saß, aber wusste, dass sein Nachfolger schon unterwegs ist. 

"Mundo Deportivo": Das traurigste Lebewohl für Lopetegui. In einer seltsamen Atmosphäre wurde Sevilla von Borussia Dortmund verprügelt. Der Trainer, der mit Sevilla den sechsten Europa-League-Titel gewann und sich drei Mal in Folge für die Champions League qualifizierte, sagte auf dem bizarrsten Weg auf Wiedersehen. Auf dem Feld hatte Sevilla eine so hohe Strafe nicht verdient. Jedes Mal, wenn die Deutschen vor dem Tor auftauchten, fanden sie mit Adeyemi und Bellingham zwei Spieler, die die Abwehr entwaffneten und alles, was sie anpackten zu Gold verwandelten.

"ABC": Weniger schlimm war die Niederlage. Das Schlimmste war die Erniedrigung, die Lächerlichkeit dieser absurden Situation mit einem bereits gefeuerten Trainer auf der Bank, während der andere schon gelandet war, um das Kommando zu übernehmen. In Sampaolis Händen liegt nun das Schicksal eines sterbenden Sevillas. 

"AS": Das traurigste Ende für Lopetegui. Ein unfähiges und zerrüttetes Sevilla stürzt gegen Borussia Dortmund. Lopetegui hat den bittersten Epilog geschrieben, den man sich nur vorstellen kann. Das tat er mit einer deutlichen Niederlage gegen Dortmund. Guerreiro hat das Chaos in der Abwehr, die nicht weiß, wo sie die Angreifer stoppen und selbst stehen soll, ausgenutzt. Bellingham zeigte dann mit einem halb-maradonaesquen Slalom, warum halb Europa um ihn kämpft. Adeyemi nutzte schließlich die zigste Zirkusnummer in Sevillas Abwehr zum 3:0. In diesem Moment bestätigte Sevilla seine totale Zerrissenheit. 

"Sport": Lopeteguis letzter Tanz endete auf die schlimmste Art und Weise. Sevilla hatte mehr verdient, aber die Fehler in der Abwehr und die fehlende Effizienz im Angriff brachte sie zu Fall. 

  • Deutschland

"ntv": BVB siegt bravourös dank Bellinghams Haaland-Coup. Der 19-jährige Jude Bellingham führt Borussia Dortmund als überragender Kapitän zu einem beeindruckenden Sieg in der Champions League beim kriselnden FC Sevilla. Mit neuem Spielwitz und viel mehr Tempo hat Borussia Dortmund den andalusischen Hexenkessel gestürmt und sich für den Liga-Kracher gegen Bayern München warmgeschossen.

"Spiegel": Dortmund wackelt defensiv, gewinnt aber klar gegen Sevilla. Anders als zuletzt in der Bundesliga gegen Köln brachte der BVB seinen Vorsprung dieses Mal über die Zeit, profitierte aber auch von einer schwachen Chancenverwertung der Heimmannschaft.

"kicker": Kapitän Bellingham bringt Dortmund in Sevilla auf Kurs. Dank eines 4:1-Erfolgs beim FC Sevilla macht Borussia Dortmund am 3. Spieltag der Gruppenphase einen großen Schritt Richtung Achtelfinale in der Champions League.

"Bild": Pflicht-Aufgabe gemeistert, nun kann Bayern kommen. Borussia Dortmund siegt vor dem Duell am Samstag gegen den großen Konkurrenten beim FC Sevilla mit 4:1. Überragend: Jude Bellingham! Mit 19 Jahren und 98 Tagen führt er als drittjüngster Kapitän der Champions-League-Geschichte seine Mannschaft zum Sieg. Als zweiter Spieler nach Erling Haaland (noch bei Salzburg) trifft der Youngster in allen drei Gruppenspielen.

"WAZ": Borussia Dortmund hat beim FC Sevilla in der Champions League 4:1 gewonnen. Es war ein wichtiges BVB-Zeichen nach dem Rückschlag gegen Köln.