25.11.2022 14:28 Uhr

BVB-Held berichtet über Bikini-Zoff in Katar

Ex-BVB-Profi Ebi Smolarek (2.v.l.) spielte kurzzeitig in Katar
Ex-BVB-Profi Ebi Smolarek (2.v.l.) spielte kurzzeitig in Katar

Zwischen 2005 und 2007 lief Ebi Smolarek zwei Jahre im Trikot von Borussia Dortmund auf, später spielte er unter anderem auch in Katar. Dass es der BVB-Derbyheld und Publikumsliebling im aktuellen WM-Gastgeberland nicht lange aushielt, hatte auch mit dem Umgang mit seiner Ehefrau zu tun.

Diese habe sich in Katar nicht wohlgefühlt, erklärte Smolarek gegenüber dem polnischen Portal "SportoweFakty". "Viele Dinge sind ganz anders als in Europa. Meine Frau ist komplett für Gleichberechtigung. Sie sagt immer: 'Wenn du das darfst, warum darf ich das nicht?'"

Smolarek schilderte eine ganz bestimmte Begebenheit, die sich während seines nicht einmal halbjährigen Intermezzos bei Al-Khor SC zugetragen hatte: "Auf einem öffentlichen Strand in Katar durfte sie sich nicht mit Bikini hinlegen. Sie hat es versucht, aber dann kam ein Polizist und sagte, sie müsse sich bedecken oder 100 Dollar Strafe zahlen."

Ehefrau von Ex-BVB-Star Ebi Smolarek ausgepfiffen

Bei einem anderen Vorfall habe er ein Boot gemietet, um zu einem kleinen Strand zu gelangen.

"Von dort waren es nur ein paar Meter bis zum Auto. Meine Frau und ihre Schwester legten den Weg im Bikini zurück und sie wurden ausgepfiffen. Die einheimischen Frauen pfiffen, um ihr Missfallen auszudrücken", erzählte Smolarek.

Der frühere BVB-Profi ergänzte: "Ich verstehe, dass es eine andere Kultur ist und man diese respektieren sollte, wenn man dort ist. So sind die Regeln. Aber es war aus Sicht meiner Familie kein Ort, wo wir länger leben wollten."

"Ich konnte nicht glauben, was passierte"

Dem Polen persönlich setzten zudem die klimatischen Bedingungen extrem zu.

"Ich werde nie vergessen, wie ich dort zum ersten Mal aus dem Flugzeug ausstieg. Ich konnte nicht glauben, was passierte. Die Luft war so heiß, dass ich dachte: 'Sie muss aus den Flugzeugmotoren kommen'. Aber das war das katarische Klima. Es fühlte sich an, als hätte jemand einen heißen Föhn direkt in mein Gesicht gehalten. Wenn ich ein paar Schritte gegangen bin, war ich schon schweißgebadet", sagte Smolarek.

Obwohl die Leute im Verein "sehr höflich, nett und hilfsbereit" gewesen seien, brachen die Smolareks ihre Zelte in Katar Anfang 2012 ab.

Bei ADO Den Haag in den Niederlanden und dem polnischen Klub Jagiellonia Bialystok ließ der Angreifer, der nach seinem BVB-Engagement auch in Spanien, England und Griechenland kickte, anschließend seine Karriere ausklingen.