23.11.2022 22:13 Uhr

Respektlos-Vorwurf gegen DFB-Verteidiger Rüdiger

Antonio Rüdiger wird für eine Aktion bei der Fußball-WM kritisiert
Antonio Rüdiger wird für eine Aktion bei der Fußball-WM kritisiert

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Fußball-WM 2022 in Katar überraschend gegen Japan verloren. TV-Experte Dietmar Hamann äußerte im Anschluss deutliche Kritik am DFB-Team und knöpfte sich dabei Abwehrmann Antonio Rüdiger vor.

Grund dafür war eine Szene während der 1:2-Niederlage gegen den asiatischen WM-Teilnehmer. Beim Stand von 1:0 für Deutschland hatte Rüdiger in einem Laufduell gegen Takuma Asano die Knie aufreizend hochgezogen. Für Hamann war diese Aktion zu viel.

"Das war symptomatisch für die Unprofessionalität und Überheblichkeit im deutschen Spiel und an Respektlosigkeit nicht zu überbieten, weil er damit den Gegner lächerlich gemacht hat", wählte der Ex-Nationalspieler in seiner "Sky"-Kolumne deutliche Worte.

"Rüdiger hat anschließend noch gelacht, aber ich glaube, heute Nacht lachen nur die Japaner", führte der 49-Jährige aus.

Insgesamt ging Hamann mit dem DFB-Team hart ins Gericht. "Die Niederlage war verdient, denn die Japaner hatten in der zweiten Hälfte einige riesige Chancen. Ich hatte das Gefühl, dass die Japaner über das ganze Spiel gesehen fitter waren als die Deutschen", so der TV-Experte.

Fußball-WM: Düstere Prognose für das DFB-Team

Hamann stellte für die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick ein düstere Prognose auf. "Ich gehe davon aus, dass Japan am Sonntag gegen Costa Rica gewinnt. Ein Unentschieden wird gegen Spanien wahrscheinlich nicht genug sein", erklärte die Liverpool-Legende: "Du musst wahrscheinlich gewinnen, aber das sehe ich nicht. Ich habe vor der WM einmal gesagt, es würde mich nicht wundern, wenn wir am 1. Advent wieder daheim sind, und ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es so kommen wird."

"Ein Spieler wie Hummels hätte in die Mannschaft gehört, weil er Verantwortung übernimmt, weil er Missstände anspricht, weil er Tendenzen und Entwicklungen erkennt", meinte Hamann.